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Schkeuditz Schkeuditzer Jungvögel unternehmen erste Flugversuche
Region Schkeuditz Schkeuditzer Jungvögel unternehmen erste Flugversuche
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09:23 24.07.2018
Während der Fütterung schlägt auf dem Schornstein in Kleinliebenau ein Jungtier mit den Flügeln. Der Nachwuchs kann es kaum abwarten, nun selbst durch die Lüfte zu segeln. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Mächtig Unruhe herrscht zurzeit auf den mit Storchennestern belegten Schornsteinen in Schkeuditz-Wehlitz, Dölzig und Kleinliebenau. Die Einwohner konnten in den letzten Wochen immer wieder beobachten, wie die Jungstörche die ersten Flugversuche unternahmen und schon etwas abhoben.

Insgesamt werden im Bereich Schkeuditz zehn Jungstörche aufgezogen. Spitzenreiter ist auch in diesem Jahr der Ortsteil Kleinliebenau, vier Jungstörche sind es hier. Doch eine Beringung der Jungtiere ist kaum möglich. „Wir hatten schon versucht, mit der Drehleiter der Feuerwehr ranzukommen, aber auch das ist schwierig“, sagt „Storchenvater“ Dietmar Heyder, der schon seit Jahrzehnten im Großraum Leipzig den Nachwuchs dokumentiert und mit Ringen versieht. Jahreszahl, Monat und Land stehen auf den Ringen, sodass die Tiere nach ihren Flügen weltweit zugeordnet werden können.

In Schkeuditz nur ein Brutplatz belegt

In Dölzig gelang es, die vier Jungtiere auf dem ehemaligen Schornstein des Heizhauses zu beringen. Ein Jungstorch musste aber nach Absprache mit Heyder den Horst verlassen, weiß Ursula Bohrmann zu berichten. Das Tier sei wohl zu schwach gewesen und wurde in ein Tierheim nach Horburg gebracht. „Wir freuen uns dennoch immer über den zahlreichen Nachwuchs und bewundern die Vögel, wie sie da oben jedem Wetter trotzen und so viel aushalten müssen“, sagt die Dölzigerin.

In der Kernstadt war von drei Schkeuditzer Brutplätzen dieses Jahr nur einer belegt. „Das kann man nicht ändern, die Natur will es so“. meint Heyder. Und so beringte er im Frühjahr drei Jungstörche in Wehlitz. Wie in den Jahren zuvor half dabei die Stadtfeuerwehr mit ihrer Drehleiter. Wehrleiter Uwe Müller wohnt selbst in Wehlitz. Gemeinsam mit seiner Frau Carola, sagt er, beneidet er diese Vögel öfter mal. „Von ihrem Schornstein haben sie eine wunderbare Aussicht auf die Aue, da kann man neidisch werden“, sagt der Feuerwehrchef lachend.

Ideale Voraussetzungen

Heyder wiederum ist zufrieden mit der Anzahl der Jungstörche. Wenn wie sonst auch in der Mühlstraße die Brut gut verlaufen wäre, hätten es noch mehr sein können. Doch diesmal gab es hier keine Jungvögel zu beringen. Dabei finden die Störche in der Region ideale Bedingungen vor. „Der Auenwald mit der Luppe und die umliegenden Felder bilden ideale Voraussetzungen für die Aufzucht der Jungtiere“, so Heyder.

Von Michael Strohmeyer

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