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Schkeuditzer Kinder werden anders verteilt

Schkeuditzer Kinder werden anders verteilt

Durch Umschichtungen wird in Schkeuditz der Bedarf an Kindergartenplätzen gedeckt. Das geht zusammengefasst aus einer Information hervor, die jüngst die Stadträte erhielten und bedeutet, dass Krippen-Plätze für ältere Kinder genutzt werden und in Horte nun auch Kita-Kinder einziehen können.

Schkeuditz. Im letzteren Fall wurde das von der Stadt bereits mitgeteilt und als Chance für die Entwicklung der Vorschulkinder angepriesen (die LVZ berichtete).

In Zahlen heißt das, dass zum 30. Juni in Schkeuditz und den Ortsteilen ein Bedarf an 113 Kindergartenplätzen besteht, die nicht vorhanden sind. Dafür gebe es in den Krippen insgesamt 65 freie Plätze, die sich alle jeweils in denselben Einrichtungen befinden, in denen auch der Platzbedarf vorhanden ist und die nun mit schon älteren Kindern besetzt werden sollen.

Anders sieht es bei der Umverteilung der noch unterzubringenden 48 Kinder auf die Horte in Schkeuditz aus. Während bereits berichtet wurde, dass geplant ist, zunächst 26 Vorschulkinder von der Villa-Kunterbunt in den Hort Haus der Elemente zu schicken, könne beim Hort Kunterbunte Villa in Glesien noch eine Nutzung für Kita-Kinder geprüft werden. In den Radefelder Hort Spatzentreff werden ebenfalls 20 Vorschulkinder aufgenommen. In Dölzig erweisen sich die 14 freien Hortplätze wegen der Doppelnutzung der Räume mit der Schule als für Kindergartenkinder ungeeignet. Im Hort der Thomas-Müntzer-Grundschule gibt es nach jetzigem Stand neun freie Plätze. Die sollen aber nicht mit Kita-Kindern gefüllt werden, da dabei keine ganze Gruppe zusammenkommen würde.

Faktisch kommt Schkeuditz durch diese Umverteilung um die Neuschaffung von Plätzen in Form von Neu- oder Anbauten herum. Diese sind auf langfristige Sicht auch nicht nötig, heißt es. Grund für diese Annahme ist die voraussichtliche Anzahl der Geburten in den kommenden Jahren. Das Planungsbüro Auspurg habe die bisherige Prognose bis 2020 aktualisiert und bis 2028 fortgeschrieben. Demnach gehen die Geburten von 117 im Jahr 2010 auf 92 im Jahr 2028 zurück, weil sich die Zahl der fertilen Frauen, also Frauen zwischen 15 und 45 Jahren, bis 2018 erheblich reduziere, bis 2022 relativ stabil bleibe und ab 2023 wieder erheblich abnehme, heißt es.

"Wir haben für Kinder genügend Plätze", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) vor den Räten. Zwar bleibe die Situation laut der Prognose bis 2019 weiter angespannt, werde sich dann wegen des Geburtenrückgangs um etwa 20 Kinder pro Jahr aber wieder entschärfen. "Bei baulichen Erweiterungen oder gar Neubauten wären wir für 20 oder 25 Jahre gegenüber dem Fördermittelgeber an den Zweck gebunden", sagte Dornbusch. Diesen langfristigen Bedarf gebe die Statistik aber momentan nicht her.

Entgegen vorangegangener Jahre können Eltern aus anderen Gemeinden ihre Kinder nicht mehr ohne weiteres in Schkeuditzer Einrichtungen bringen. Nur noch in Ausnahmesituationen erfolgt schon seit 2013 die Aufnahme dieser Kinder. Die müssen in der Schkeuditzer Einrichtung entweder schon ein Geschwisterkind haben oder der Schkeuditzer Arbeitgeber der Eltern weist ein besonderes Interesse an deren Arbeitskraft nach.

Das sehr eng und auch mit Ausnahme­genehmigungen des Landesjugendamtes gestrickte Konzept zur Kinderunterbringung soll jährlich geprüft und getroffene Entscheidungen notfalls revidiert werden, heißt es. So ist die Errichtung einer neuen Kindertagesstätte durchaus weiter im Rahmen der Möglichkeiten.

Eine Zusammenführung vorhandener und dringend benötigter Platzkapazitäten stellt sich Schkeuditz indes weiterhin auch beim Gymnasium vor. Während Leipzig Plätze dringend braucht, hat Schkeuditz Kapazitäten und schlägt eine Kooperation bei der Schulnetzplanung vor. "Eine Abstimmung der Nachbarkommunen bei der Schulnetzplanung schreibt der Gesetzgeber sogar vor", sagte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) unlängst.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 27.05.2015
Roland Heinrich

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