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Schkeuditzer Kita konvertiert - Evangelische Diakonie übernimmt Katholische Einrichtung am Roßberg

Schkeuditzer Kita konvertiert - Evangelische Diakonie übernimmt Katholische Einrichtung am Roßberg

Die Schkeuditzer Kindertagesstätte (Kita) St. Franziskus, die sich in Trägerschaft der gleichnamigen Katholischen Kirchgemeinde befindet, wird ab 1. Januar 2014 einen neuen Träger haben.

Schkeuditz. Voraussetzung aber, dass das Diakonische Werk Delitzsch/Eilenburg als evangelischer Verein die Einrichtung übernehmen kann, ist eine noch zu treffende Vereinbarung mit der Stadt. Dabei geht es um die Übernahme des Mietanteils.

"Wir haben in unserer Einrichtung kein einziges katholisches Kind mehr", sagte die Leiterin der katholischen Kita am Münchner Ring, Michaela Fritz. Insgesamt werden hier am Roßberg 46 Kinder ab einem Alter von zwei Jahren betreut. "Mit mir sind wir vier Erzieherinnen", klärt sie auf. Seit August 1994 bestehe die Einrichtung, die sich in Trägerschaft der Katholischen Kirchgemeinde mit Sitz in Halle befindet. Bereits Anfang des Jahres hat eben jener Träger bei der Stadt beantragt, diese Trägerschaft zu beenden.

Die Magdeburger Bistumsgrenze geht über die sachsen-anhaltische Landesgrenze hinaus und so gehört Schkeuditz zwar zu Sachsen, bildet aber seit 2010 mit drei katholischen Gemeinden aus dem Süden von Halle den Gemeindeverbund der Pfarrei St. Franziskus. Dies ist nicht unbedingt einfach für die Schkeuditzer Kindereinrichtung: Für Interessenten aus Sachsen-Anhalt, die es etwa aus Ermlitz durchaus gebe, fallen die Länder-Zuschüsse für die Kinder weg. Auch die Leiterin der Kita vermutet strukturelle Probleme als Grund für den angestrebten Trägerwechsel. Von der Katholischen Kirchgemeinde konnte gestern dazu keine Stellungnahme eingeholt werden.

Bereits vor dem Antrag bei der Stadt hatte sich die katholische Gemeinde um einen Nachfolger bemüht, der das bisherige christliche Konzept fortführt. Der scheint nun im evangelischen Diakonischen Werk gefunden zu sein. Erste Gespräche hat es bereits im Februar gegeben, ist jetzt aus der Stadtverwaltung zu erfahren. "Dass die Diakonie die Trägerschaft übernimmt, haben die Stadträte so beschlossen. Daran sind aber Voraussetzungen geknüpft, die ebenfalls Bestandteil des Beschlusses waren", sagte gestern Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) auf Anfrage der LVZ. "Wir sind momentan in den Verhandlungen", ergänzte er.

Wozu verhandelt wird, ist die Frage, wer den Mietanteil in Höhe von 7000 Euro im Jahr künftig übernehmen soll. Bisher hat den die Katholische Kirchgemeinde getragen. Durch eine geänderte Verteilung der Kirchensteuer sei die Finanzierung durch die Kirchgemeinde nicht mehr möglich und könnte auch vom zukünftigen Träger nicht übernommen werden, was bedeutet, dass die Stadt diesen Anteil übernehmen müsste.

Unabhängig davon ist im kommenden Monat ein Umbau in der Kita geplant: "Nach den Arbeiten soll hier auch die Aufnahme von Kindern ab einem Jahr möglich sein. Zusätzlich soll es weitere acht Krippenplätze geben", sagte Fritz. Eine zusätzliche Mitarbeiterin wäre dann notwendig. Trotz des geplanten Trägerwechsels wird der für den Umbau notwendige Anteil von der Katholischen Kirchgemeinde getragen, heißt es im Beschluss der Stadträte. Der Wunsch der Mitarbeiterinnen, im kirchlichen Bereich verbleiben zu können, werde berücksichtigt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.07.2013

Roland Heinrich

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