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Schkeuditz "Schkeuditzer Kreuz ist Jobmagnet"
Region Schkeuditz "Schkeuditzer Kreuz ist Jobmagnet"
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14:20 19.05.2015

Dies sei der Grund, weshalb Schkeuditz als Austragungsort für die morgen stattfindende Bewerberbörse "JOBregional 2014" gewählt wurde.

"Der Großraum rund um das Schkeuditzer Kreuz ist ein Jobmagnet. Allein in den letzten beiden Jahren stieg die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze in der Stadt Schkeuditz mit ihren Ortsteilen um rund zehn Prozent - vor allem durch Einpendler", erklärte Cordula Hartrampf-Hirschberg, Chefin der Agentur für Arbeit Oschatz. Zwar habe im Arbeitsagentur-Bezirk Oschatz, zu dem die Landkreise Leipzig und Nordsachsen gehören, die Zahl der Stellenmeldungen im letzten Monat branchenübergreifend um etwa ein Fünftel gegenüber dem Vorjahr zugenommen. Ein generell überdimensionaler Anstieg in Bezug auf die Arbeitsplatzsituation existiert so aber nur in Schkeuditz, ergänzte Beier. In Zahlen bedeutet das, dass von 2011 bis 2013 mehr als 1200 neue Arbeitsplätze entstanden sind. "Das ist bemerkenswert", sagte der Pressesprecher. Gerade mit Blick auf andere Gemeinden, bei denen der Trend nach unten zeigt. Lediglich in Krostitz oder in Delitzsch sei ein leichter Anstieg zu verzeichnen.

Insgesamt 13 760 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im vergangenen Jahr wurden in Schkeuditz von 11 451 Pendlern besetzt. Nur etwa 2300 Schkeuditzer wohnen und arbeiten in der Flughafenstadt, wusste Beier. Doch auch in Schkeuditz selbst ist ein Zunahme bei der Bevölkerung zu verzeichnen: Im ersten Monat des Jahres sind bei der Gegenüberstellung von Geburten und Zuzug mit Sterbefällen und Wegzug unterm Strich 30 Schkeuditzer mehr in der Statistik aufgetaucht (die LVZ berichtete). Nach Vorliegen der Februarzahlen sind es nun schon 86 Einwohner mehr, die die Flughafenstadt registrieren kann. Allein 213 Bürger sind in den ersten beiden Monaten des Jahres in die Flughafenstadt gezogen, teilte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) unlängst mit.

"Vor allem im Bereich Verkehr und Logistik ist dieser überdimensionale Anstieg bei den Arbeitsplätzen zu registrieren. Die Branche boomt", sagte Beier. Das bestätigte der Logistiker DHL gestern mit Zahlen. "Im Juli 2011 konnten wir unseren 3000. Mitarbeiter begrüßen. Im Januar dieses Jahres hatten wir mehr als 3600 Arbeitskräfte", sagte Markus Wohsmann, Pressesprecher des DHL-Hubs Leipzig, auf Anfrage der LVZ. Mit der baulichen Erweiterung (die LVZ berichtete) kommen noch einmal rund 400 Arbeitskräfte hinzu. Hauptsächlich Ramp-Agents würden gesucht. Aber: "Eine Initiativbewerbung lohnt sich durchaus", fügte er an. Denn durch alle Bereiche würden etwa Mechatroniker, Büro-Fachangestellte oder auch Ingenieure als Fachkräfte gesucht. In Konkurrenz mit dem benachbarten Porsche-Werk - auch hier werden weiter Arbeitskräfte gebraucht - sehe sich DHL dabei nicht. Zwar brauche auch Porsche Mechatroniker, eine Abwanderung von DHL in Richtung des Leipziger Autobauers ist aber nicht zu bemerken, sagte Wohsmann.

Mit der morgigen "JOBregional 2014" im Schkeuditzer Globana Trade Center ist eine überregional ausgerichtete Bewerberbörse vor Ort, die sich vor allem mit den Job- und Ausbildungsangeboten Mitteldeutschlands insbesondere rund um das Schkeuditzer Kreuz befasst, teilte Beier mit. An der Börse beteiligen sich neben der Agentur für Arbeit Oschatz und dem Jobcenter Nordsachsen auch die Agentur für Arbeit Halle sowie die Jobcenter Leipzig und Halle. Weil eben die Nachfrage nach Arbeitskräften gerade rund um das Schkeuditzer Kreuz so zunimmt, habe man sich für die Flughafenstadt als Austragungsort entschieden.

Auch Bewerber, die vielleicht eine zweite oder dritte Chance brauchen, sollen gezielt angesprochen werden. "Es ist wichtig, dass wir gerade jetzt, wo der Arbeitsmarkt Fahrt aufnimmt, am Ball bleiben. Selbst wenn der Job­einstieg mitunter zunächst befristet gelingt. Die Erfahrung zeigt, dass daraus vielfach ein Klebe-Effekt entsteht", erklärt Michaela Ungethüm, Geschäftsführerin des Jobcenter Nordsachsen. Insgesamt präsentieren morgen zwischen 10 und 16 Uhr mehr als 50 regionale Unternehmen quer durch alle Branchen ihre Job- und Ausbildungsangebote.

Erst gestern sind bei einem Arbeitstreffen zwischen dem Landkreis Nordsachsen, dem Jobcenter Nordsachsen und der Arbeitsagentur Oschatz Ziele der weiteren Kooperation abgesteckt worden: Synergieeffekte sollen nutzbar gemacht werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.03.2014
Roland Heinrich

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