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Schkeuditz Schkeuditzer Kreuz wird zu Jahres-Baustelle
Region Schkeuditz Schkeuditzer Kreuz wird zu Jahres-Baustelle
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14:32 19.05.2015

"Am 31. März geht es dann richtig mit den Sanierungsarbeiten los", informierte Christoph Krelle gestern auf Anfrage der LVZ. Der Fachbereichsleiter bei der Landesstraßenbaubehörde (LSBB) Sachsen-Anhalt für die Region Süd kam gerade aus einer Bauanlaufberatung: "Wir sehen der bevorstehenden Sanierung des Schkeuditzer Kreuzes entspannt entgegen. Die Arbeiten sind unspektakulär und nichts Besonderes", sagte Krelle.

Was gemacht wird, erklärt der Fachmann: "Auf einer Länge von 3,3 Kilometern wird die Asphaltschicht der A-14-Fahrbahn in Richtung Dresden saniert. Begonnen wird zunächst mit der Stand- und der Lastspur." Die Baustelle beginne vor dem Schkeuditzer Kreuz und ende etwa unter der ersten Rollbrücke des Flughafens Leipzig/Halle. Etwa 2,2 Millionen Euro koste die Sanierung, die bis Anfang Juni fertig sein soll."Zweispurig werden die Autos an der Baustelle vorbeigeleitet - erst links, dann rechts. Wir rechnen mit keinen großartigen Behinderungen für den Verkehr", berichtete Krelle aus der Beratung, bei der auch die Autobahnpolizei anwesend war.

Die Gelassenheit, mit der die Beteiligten auf die bevorstehenden Sperrungen schauen, komme von den Erfahrungen, die bis Anfang November letzten Jahres in entgegengesetzter Richtung gesammelt werden konnten. Hier nämlich ist die Asphaltschicht, die anteilig auch aus dem ungeeigneten Löbejüner Porphyr besteht, bereits ausgewechselt worden. "Die Prognosen zum Verkehrsgeschehen sind da im positiven Sinn nicht erfüllt worden. Das lässt uns jetzt dem Kommenden entspannt entgegensehen", sagte der 60-Jährige.

Mit dem sogenannten Betonkrebs, der auf der A 14 bei Halle-Peißen nach Ostern für eine neuerliche Baustelle sorgt, hat die Sanierung am Schkeuditzer Kreuz nichts zu tun. "Die Alkali-Kieselsäure-Reaktion, also der 'Betonkrebs', tritt nur bei Beton auf, nicht bei Asphalt", erklärte Krelle. Bei Halle-Peißen sei die 30-Zentimeter-Betondecke von oben und unten angegriffen. "Es ist nur noch ein tragfähiger Zehn-Zentimeter-Steg übrig, der wie Keks zusammenbrechen kann", sagte der Fachmann.

Nach der Sanierung der A 14 am Schkeuditzer Kreuz werden die Fahrbahnen der Schleifen und Tangenten erneuert. "Überall da, wo Straßenbelag rötlich schimmert, wird saniert", erläuterte Krelle. Wie sich der genaue Ablauf darstellt, stehe noch nicht fest. Die Sanierung der Tangenten werde gerade ausgeschrieben.

"Am Kreuz zu bauen ist eine Herausforderung in Sachen Verkehrsführung. Eventuell wird das 'kleine Ohr' als Umleitungsstrecke freigegeben", sagte Krelle. Gebaut werden soll bis Ende Oktober. Insgesamt sind bisher 5,8 Millionen Euro im Plan.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.03.2014
Roland Heinrich

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