Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Schkeuditzer Kulturtage enden mit süßen Akzenten
Region Schkeuditz Schkeuditzer Kulturtage enden mit süßen Akzenten
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:14 19.05.2015
Tosenden Applaus erhalten nach ihrem Auftritt in der Kirche Altscherbitz die Musiker der Lautten Compagney. Das Ensemble aus Berlin hat sich auf historische Instrumente und italienische Musik aus dem 17. Jahrhundert spezialisiert. Quelle: Margarethe Hamfler

Denn musiziert wird auf historischen und teils ungewöhnlich anzuschauenden Instrumenten. Dafür gab es 2010 sogar den Klassik-Echo in der Kategorie Alte Musik.

Majestätisch erstrahlte der Altar der Altscherbitzer Kirche in blauem, rot-grünem und weißem Licht. Ein weißer Stern, der bereits mittig die Kirchendecke ziert, wirkte wie ein Vorbote der Adventszeit. Neben der Treppe stand ein Klavier. Doch zum Einsatz kam es in diesem Konzert nicht. Denn barocke, arabische und orientalische Instrumente standen im Fokus. Nicht nur mit Opernmusik von Claudio Monteverdi, virtuoser Violinmusik von Biagio Marini bis hin zu italienischer Lautenmusik von Lorenzo Allegri reizte das Ensemble die gesamte Bandbreite ihres Könnens aus, auch ein seltsames Entengackern und vogelartig-klingende Handinstrumente und das Klappern von Kastagnetten kamen zum Einsatz und erfreuten das Publikum.

Katschner erklärte alle Instrumente. Er selbst finde den "Zink" besonders faszinierend. Das hölzerne Blasinstrument wirkt wie eine verbogene Flöte. Viele Instrumente kommen, so Katschner, ursprünglich aus dem arabischen Raum. Die Laute, deren Name auch aus dem Arabischen stamme und die in der Renaissance als Königin der Instrumente galt, sei in der Zeit der Romantik leider durch die Gitarre ersetzt worden. Bereits seit 1984 spielt Katschner Barockmusik: "Gegründet hatte ich die Lautten Compagney mit meinem Freund und Studienkollegen Hans-Werner Apel, der auch bis heute noch dabei ist." Viele Frauen arbeiten im Ensemble, spielen Instrumente wie die Violine und die Viola, aber auch unbekanntere wie den Zink.

Nach dem Konzert entlud sich stürmischer Beifall über die Künstler, der mehrere Minuten anhielt. Auch Besucherin und Musiklehrerin Andrea Hopf klatschte eifrig und freute sich über das furiose Konzert: "Ich spiele auch Gitarre und höre sehr gerne Lautenmusik. Es war außergewöhnlich gut. Die französische Sängerin hat eine fantastische Stimme, die perfekt zu der barocken Musik passt." Organisator Ulrich Zickenrodt resümiert: "Es war mir eine besondere Ehre, die Klänge der Lautten Compagney in einer Kleinstadt wie Schkeuditz genießen zu dürfen, da das Ensemble bereits drei Jahre im Voraus ausgebucht ist und sonst nur international spielt." Es sei daher nicht möglich, das Ensemble zu den nächsten Kulturtagen wieder zu begrüßen.

Rückblickend ist Zickenrodt mit den 18. Schkeuditzer Kulturtagen sehr zufrieden: "Wir hatten eine große Bandbreite dieses Jahr, eine sehr gute Resonanz vom Publikum, tolle Theaterveranstaltungen und auch wunderbare Krimis." Wer Interesse hat, die süßen Klänge des Barock selbst zu spielen, könne sich auch diese Musik auf Blockflöte, Gitarre und Klavier in der Villa Musenkuss beibringen lassen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.11.2014
Margarethe Hamfler

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Schkeuditz. Morgen tritt von 10.30 bis voraussichtlich 16 Uhr die Fluglärmkommission am Flughafen Leipzig/Halle zu ihrer turnusmäßigen nichtöffentlichen Herbst-Sitzung zusammen.

19.05.2015

Für die nur vier Teilnehmer am gestrigen traditionellen Radefelder Seifenkisten-Rennen gab es bei der Siegerehrung viel Applaus. Bastian (13) gewann vor seinem Bruder Ben (11) Sawatzke.

09.11.2014

An der Kirche des Schkeuditzer Ortsteiles Wolteritz laufen derzeit Sanierungsarbeiten. Wie Pfarrer Daniel Senf von der zuständigen Kirchgemeinde Zschortau gestern auf LVZ-Anfrage mitteilte, werden hier derzeit rund 85 000 Euro investiert, wovon zwei Drittel aus dem Leader-Programm für den ländlichen Raum gefördert werden.

19.05.2015
Anzeige