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Schkeuditzer Mieter profitieren von Energiesparsystem

Schkeuditzer Mieter profitieren von Energiesparsystem

Dass die nächste Nebenkostenabrechnung vermutlich höher ausfällt als gewöhnlich, wurde mehrfach berichtet. Steigende Rohöl- und Energiepreise werden als Ursache genannt.

Schkeuditz. Seit 2007 verfolgt die Schkeuditzer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft mbH nun schon ein Projekt, welches diese Auswirkungen für die Mieter mindern soll.

In der Schreberstraße Nummer 1 bis 5 in Schkeuditz sind in einem Pilotprojekt zunächst 24 Wohnungen mit dem Adapterm genannten Energiesparsystem der Firma Techem ausgestattet worden. So sollte bereits 2007 ein aktiver Beitrag gegen die steigenden Betriebskosten der Mieter geleistet werden. Wegen der guten Ergebnisse sind seitdem weitere acht Gebäude, also rund 230 Wohnungen, mit Adapterm ausgerüstet worden, weiß Jens Christmann, Pressesprecher der Techem GmbH.

„Das System beruht auf einer funkbasierten Heizkostenerfassung und ergänzt diese um ein selbstlernendes Energiesparsystem“, erklärt Beate Reins von Techem. Vermieter seien in Deutschland zumeist gesetzlich verpflichtet, die Heizkosten entsprechend dem tatsächlichen Verbrauch abzurechnen. Dies geschehe in der Regel mit Hilfe so genannter Heizkostenverteiler, also jenen kleinen, weißen Erfassungsgeräten, die am Heizkörper befestigt sind. „Das intelligente Erfassungssystem von Techem kann noch mehr. Adapterm steuert aktiv den Heizkessel“, weist Reins hin.

„Die an den Heizkörpern angebrachten Heizkostenverteiler wissen, wie viel Wärme aktuell in jedem Raum gebraucht wird. Die Informationen werden per Funk gesammelt und auf dieser Grundlage steuert Adapterm die Heizung“, erklärt sie. Das Gerät signalisiere der Anlage, nur die Wärme zu erzeugen, die auch tatsächlich benötigt wird. Deshalb bleibe es in der Wohnung auch genauso warm wie vorher, aber der Energieverbrauch gehe deutlich zurück.

Allein in diesem März sind in den Pilotwohnungen in der Schreberstraße rund zwölf Prozent Energie eingespart worden. Um mehr als 4,5 Tonnen wurde hier im gleichen Zeitraum der Kohlendioxid (CO2)-Ausstoß reduziert. Hochgerechnet auf alle Schkeuditzer Wohnungen und auf das Jahr bedeutet das eine Minderung des CO2 -Ausstoßes um rund 570 Tonnen. Techem selbst rechnet etwas vorsichtiger und spricht von einer CO2-Einsparung von rund 180 Kilogramm pro Wohnung und Jahr.

Je nach Gebäude betragen die einmaligen Investitionskosten 2500 bis 3000 Euro. Diese erstattet Techem zurück, wenn nicht mindestens sechs Prozent Energie eingespart werden. Auf die Mieter werden diese Investitionen nicht umgelegt. „Der Mieter profitiert somit mit seiner Abrechnung“, bestätigte der Geschäftsführer der Schkeuditzer Wohnungsgesellschaft, Gerald Fritzsche. Insgesamt seien rund 1600 Wohnungen im Bestand. „Nicht überall ist eine Aufrüstung möglich. Das hängt auch vom vorhandenen Heizungstyp ab“, sagt Fritzsche. Weitere „Aufrüstungen“ seien geplant, jedoch nicht im ersten Halbjahr. „So etwas geschieht immer in Absprache mit den Stadtwerken und da laufen die Gespräche“, sagt Fritzsche.

Roland Heinrich

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