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Schkeuditz Schkeuditzer Netz nun mit südlichen Ortsteilen verbunden
Region Schkeuditz Schkeuditzer Netz nun mit südlichen Ortsteilen verbunden
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10:21 05.10.2018
Im Auftrag der Stadtwerke Schkeuditz werden unter der Luppe-Brücke Rohre für das Strom-und Glasfasernetz angebracht. Quelle: Foto: Michael Strohmeyer
Schkeuditz

Seit der Übernahme des Mittelspannungsnetzes von 20 KV (20 000 Volt) in Kleinliebenau und Dölzig durch die Schkeuditzer Stadtwerke hat das städtische Unternehmen einiges investiert, um das Netz in den beiden Ortsteilen zu modernisieren. Jetzt wurde die neu geschaffene Infrastruktur mit der in Schkeuditz verbunden.

Bei dem Vorhaben blieb es nicht aus, dass beim Verlegen von Strom- und Glasfaserkabeln auf der Strecke durch den Auenwald entlang der B186 in Absprache mit Naturschützern und Förstern auch so manches natürliche Hindernis überwunden werden musste. Viele Gespräche und das Einholen zahlreicher Genehmigungen waren notwendig, um dieses für die Dölziger und Kleinliebenauer wichtige Vorhaben zu realisieren. In dieser Woche war es dann soweit, als die Fachfirma Glass aus Leipzig im Beisein des Schkeuditzer Stadtwerke-Geschäftsführers Ingolf Gutsche an der Luppebrücke die beiden Netze miteinander verknüpfte.

1,5 Millionen Euro investiert

Dabei gestaltete sich als eines der größten Hindernisse bei dem Projekt die Anbringung der Leerrohre an der Luppebrücke. Denn auch dieser Fluss musste auf dem Weg von der Großen Kreisstadt in die südlichen Ortsteile überquert werden. Gutsche verriet, dass über 45 Kilometer Mittelspannungskabel von der Station in der Schkeuditzer Flughafenstraße bis nach Dölzig verlegt werden mussten. Und noch eine Zahl: Auf dieser Strecke wurden 164 Verbindungsmuffen gesetzt.

Die Kosten für diese Infrastrukturmaßnahme in Höhe von circa 1,5 Millionen Euro bezeichnete Gutsche als erheblich. Doch es habe die dringende Notwendigkeit bestanden, das Netz in den beiden Ortsteilen zu modernisieren, um so die in den letzten Jahren gehäuft aufgetretenen Störungen zu reduzieren beziehungsweise ganz zu vermeiden.

Der hohe Aufwand an Zeit und Kosten sei auch dadurch zu erklären und zu rechtfertigen, weil sich die Verlegung der Kabel durch das Landschaftsschutzgebiet Auwald mit all den Begleiterscheinungen als sehr anspruchsvoll herausgestellt hat. „Doch das ist eine Investition in die Zukunft“, sagte Gutsche.

Glasfasernetze verbunden

Und so beobachtete er schließlich auch zufrieden, wie die Firma unterhalb der Brücke mit Hilfe eines sogenannten Brückenuntersatzgerätes die Traversen für eine 200 Meter lange Verrohrung anbrachte. Dafür musste die Brücke am Mittwoch zeitweise halbseitig gesperrt werden.

Das Anbringen der Leerrohre war die Voraussetzung dafür, dass das Dölziger und Kleinliebenauer Strom- und Glasfasernetz mit dem Schkeuditzer Netz verbunden werden konnte. Diese „Kabelhochzeit“ ist nun erfolgt.

Dank der Verlegung von 16 Kilometern Glasfaserkabel der Stadtwerke können nun künftig auch die Ortsteilbewohner und Unternehmen in den Orten mit Highspeed im Internet surfen. „Am Ende kann ich nur allen beteiligten Behörden danken, wie zum Beispiel auch der Landestalsperrenverwaltung des Freistaates, die mit ihrer fachlichen Begleitung die Umsetzung dieses anspruchsvollen Vorhabens mit ermöglicht haben“, lobte Gutsche auch die gute Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Von Michael Strohmeyer

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