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Schkeuditz Schkeuditzer Oberschüler bringen Farbe in den Hof
Region Schkeuditz Schkeuditzer Oberschüler bringen Farbe in den Hof
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15:33 28.04.2016
In einem der zuletzt wenigen Momente mit wärmendem Sonnenschein zückten die Projekt-Teilnehmer ihre Spraydosen, um die lange „Betonbank“ bunter zu machen. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Die als Sitzflächen gedachten Betonelemente im Hof der Schkeuditzer Lessing-Oberschule sind jetzt nicht mehr langweilig grau, sondern mit bunten Farbmotiven besprüht. Als sich unlängst der April mal mit einer längeren Sonnenphase gnädig zeigte, nutzte das Lehrerin Susan Riedel sofort, um ihre Graffiti-Gruppe und den Kunstpädagogen Oscar Metzger aus Leipzig zusammenzutrommeln. Ursprünglich sollte die Spray-Aktion bereits während einer Projektwoche im Februar stattfinden, fiel aber wegen schlechten Wetters aus. Jetzt holten die Schkeuditzer Oberschüler aus den Klassenstufen fünf bis zehn die kreative Schulhof-Gestaltung nach.

Die Grundlagen dafür wurden bereits im Februar gelegt. Die insgesamt 19 zur Gruppe gehörenden Kinder und Jugendlichen hatten da schon mal geübt, sich Motive ausgedacht und die Schablonen dafür angefertigt: baumelnde Füße, eine Häuser-Skyline, Schriftzüge, Hände und selbst ein Kaktus war dabei. Angeleitet wurden sie dabei von Oscar Metzger. Der 29-Jährige ist hauptberuflich Designer und Grafikgestalter, unterstützt als Kunstpädagoge aber auch solche Projekte. Als Profi-Sprayer mit dem Künstlernamen „K 27“ agiert er selbst gern noch mit den Farbdosen. Doch nicht nur deren richtige Handhabung brachte er den Kids bei, sondern auch Grundregeln und Wissen.

„Zunächst geht es um Disziplin, Respekt und Wertschätzung untereinander, sonst wird es mit der Kreativität im urbanen Leben nichts. Vor dem Sprühen müssen auch erst einmal viele Ideen gesammelt werden“, erklärte Metzger. Er habe auch grundlegende Gestaltungsmerkmale zum Beispiel in der Typografie vermittelt. Dabei könne er auf Lehrkonzepte zurückgreifen, die er speziell für Graffiti-Kurse entwickelt habe. Schließlich wurden noch Sprühübungen durchgeführt, um mit der Dose präzise arbeiten zu können und einen Aha-Effekt zu erzielen. Da das „Freisprühen“ viel Übung verlangt, wurden für die Details die Schablonen entworfen.

Dann die Enttäuschung: Die Schablonen waren weg. „Die Schüler hatten sich bombig angestellt, sehr engagiert richtig schöne Schablonen entworfen“, sagte Metzger und rettete die Situation mit einigen seiner Vorlagen. „Unsere wären geiler gewesen, aber es geht, sieht ganz gut aus“, sagte Gina Gau aus der 10 a. Dem stimmt Lucas Berghoff aus der 9 b zu und ergänzte: „Das Projekt macht trotzdem viel Spaß.“ Susan Riedel denkt derweil schon einen Schritt weiter. „Jetzt fehlen noch Sitzflächen, denn der blanke Beton ist ungeeignet. Wir haben es bei der Stadt angesprochen, mal sehen, ob es klappt.“

Von Olaf Barth

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