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Schkeuditz Schkeuditzer Rathaus bekommt Lift
Region Schkeuditz Schkeuditzer Rathaus bekommt Lift
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16:34 04.06.2010
Die Rückseite des Schkeuditzer Rathauses: Dort sollen gleich von den Parkplätzen kommend künftig Behinderte einen ebenerdigen Zugang zu dem dann im Rathaus befindlichen Lift haben. Dafür muss am Giebel allerdings die halbe Treppe weichen. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Denn das historische Gebäude am Rathausplatz soll einen behindertengerechten Zugang erhalten sowie einen Lift eingebaut bekommen.

Grünes Licht für das Vorhaben gaben jüngst die Stadträte mit einem Beschluss zur finanziellen Selbstbindung. Damit war Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) ermächtigt worden, gegenüber der Bewilligungsbehörde und dem Landratsamt Nordsachsen die gesicherte Gesamtfinanzierung des Vorhabens zu verkünden. Denn die Stadt muss bei dem 290 000 Euro teuren Projekt jetzt immerhin 101 600 Euro an Eigenmitteln bereit stellen. 188 400 Euro werden über das Konjunkturpaket II finanziert.

Noch in der April-Sitzung hatten die Pläne für den Umbau für einiges Erstaunen gesorgt. Denn die geplanten Kosten waren von ursprünglich 98 000 Euro auf 290 000 Euro in die Höhe geschossen. Wie könne man sich nur so verkalkulieren, hatte etwa Thomas Knauf (Freie Wähler) gefragt. Allerdings war das auch jene Sitzung vor der Wahl, in der so ziemlich alles, was des Bauamtsleiters und Enke-Konkurrenten Wolfgang Walter Ressort betraf, von SPD und Freie Wähler besonders kritisch hinterfragt wurde. Dabei hatte Enke selbst noch im März vorigen Jahres im Stadtrat darauf hingewiesen, dass bei der Anfertigung der Listen für die Maßnahmen zum Konjunkturpaket II alles habe „wahnsinnig schnell“ gehen müssen.

Und so hatten sich auch für den behindertengerechten Zugang und den Lifteinbau einige Dinge erst später ergeben. Etwa, dass die Außenvariante aus Gründen des Denkmalschutzes abgelehnt wurde. Der Innenausbau ist teurer und zieht kostenintensive brandschutztechnische Maßnahmen nach sich. Deshalb wurde von der Stadt beim Landratsamt Nordsachsen die Aufstockung der KP-II-Mittel von 78 400 Euro auf 232 000 Euro beantragt. Das Landratsamt legte nach, wenn auch nicht ganz wie in gewünschter Höhe, und machte so das Projekt möglich. Ansonsten hätte Schkeuditz die dafür vorgesehenen Gelder wieder zurückgegeben. Nun soll noch in diesem Jahr mit dem Umbau begonnen werden, andernfalls besteht die Gefahr, dass die Fördergelder verfallen. Jetzt nach der Wahl passierte der Stadtratsbeschluss bei nur einer Enthaltung nahezu geräuschlos das Schkeuditzer Parlament.

Olaf Barth

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