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Schkeuditz Schkeuditzer Stadtgeschichte für die Welt
Region Schkeuditz Schkeuditzer Stadtgeschichte für die Welt
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14:31 19.05.2015
Der Sammler Dieter Drabsch präsentiert im Museum seine Postkarten. Quelle: Peggy Hamfler

Drabsch sammelt seit 50 Jahren Postkarten. Besucher blättern auf seinem Tisch in den Alben, erinnern sich an die "Oase", einen Kiosk in Altscherbitz zurück. Am meisten habe sich in den letzten 100 Jahren in Schkeuditz der Marktplatz verändert, berichtet Drabsch. Denn beispielsweise sei um 1900 das Rathaus auf dem heutigen Marktplatz gegenüber der Polizei gewesen. Am wenigsten habe sich das Bäckerhaus an der Y-Gabelung in der Bahnhofstraße verändert. Auf Fotografien sei kaum ein Unterschied erkennbar. Ob es schwer gewesen sei, die Karten zu finden? "Ja.", antwortet Drabsch, "weil Ansichtskarten gewöhnlich in alle Welt verschickt werden, musste ich in ganz Deutschland suchen, um Schkeuditzer Postkarten zu finden." Am meisten interessiere sich Drabsch für Luftpost. Kurios finde es der gebürtige Schkeuditzer, dass man erst seit 1905 beide Seiten einer Ansichtskarte habe beschreiben dürfen, vor 1905 sei es nur erlaubt gewesen, eine Seite zu beschriften.

Museumsleiter Hans Neubert und Besucher Andreas Trisch unterhalten sich über die Stadtgeschichte und betrachten die über 100 Jahre alten Postkarten. Seit 2008 gibt Trisch selbst Schkeuditzer Postkartenmotive heraus. "Ob historisch, modern oder Naturfotos aus der Aue - mich interessiert eigentlich alles", betont Trisch. Auch einen Zollstock mit Schkeuditzer Motiven habe Trisch bereits veröffentlicht. Für die kommende Kriegsausstellung bot Trisch Neubert ein Buch seiner Familiengeschichte über den Ersten Weltkrieg an, denn zur Zeit ist Neubert auf der Suche nach Kriegstagebüchern und Kriegssouvenirs aus der Zeit des Ersten Weltkrieges, die mit Schkeuditzer Bürgern oder Vorfahren in Verbindung stehen. "Ich würde mich sehr freuen, wenn Bürger mir Leihgaben anbieten, die mit ihrer persönlichen Geschichte verknüpft sind", ruft Neubert auf. Ab August dieses Jahres werde die Ausstellung starten. Im April sei zunächst eine Ausstellung über den Schkeuditzer Maler Karl-Heinz Häse geplant. Und ab Mai werden in Zusammenarbeit mit Modell-Eisenbahnsammler Bernd Nitschack Erinnerungen an den sogenannten "Auenschreck" und die Schkeuditzer Kleinbahn gezeigt werden. Noch bis 22. März ist im Stadtmuseum die Postkarten-Ausstellung zu sehen. Auch der Tausch mit Dubletten aus dem Museums-Bestand sei möglich. Peggy Hamfler

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.03.2014
Peggy Hamfler

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