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Schkeuditz Schkeuditzer Stadtkirche Sankt Albani wurde vor 500 Jahren vollendet
Region Schkeuditz Schkeuditzer Stadtkirche Sankt Albani wurde vor 500 Jahren vollendet
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10:25 09.10.2017
Bei einer Führung durch St. Albani erläutert Vikar Georg Friedrich Schmidt (links) Besuchern auch die Geschichte der Schkeuditzer Kirchenglocken. Quelle: Fotos: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Addiert man die beiden Jubiläen, dann geht es beim Festgottesdienst am 31. Oktober in der Schkeuditzer evangelischen Stadtkirche St. Albani um 1000 Jahre Kirchengeschichte. 500 Jahre davon gehören dem Reformationsfest, mit dem Luthers Thesenanschlag 1517 in Wittenberg gedacht wird. Die anderen fünf Jahrhunderte haben mit der Kirche selbst zu tun. Denn wie Pfarrer Axel Meißner sagte, wurde der Bau der Kirche in ihrer jetzigen Gestalt 1517 vollendet. Damit feiert die Kirche am Reformationstag gleich zwei 500er Jubiläen.

„Mit diesem Festgottesdienst und dem Gemeindefest vollziehen wir zugleich den Auftakt für die Sanierung unserer Kirche. Mit dem Startschuss wollen wir natürlich auch um Spenden bitten. Die sollen helfen, unseren Anteil an den Sanierungskosten zu tragen“, erklärte Meißner. Für die Innensanierung der Kirche werden in den nächsten Jahren rund 1,2 Millionen Euro fällig. Die Finanzierung eines ersten Bauabschnittes sei in Höhe von 150 000 Euro bereits gesichert. Ein Großteil davon sind Fördermittel des Freistaates Sachsen (70 000 Euro) und des Landkreises Nordsachsen (20 000 Euro). Auch die Landeskirche und der Kirchenkreis sind mit je 20 000 Euro im Boot. Weitere 20 000 Euro muss die Kirchengemeinde als Eigenmittel aufbringen, wohlgemerkt für den ersten Bauabschnitt. „Jede Spende bringt uns dem Ziel ein wenig näher“, so Meißner.

Erst vor wenigen Tagen war beschlossen worden, den ursprünglich noch für diesen Herbst vorgesehenen Baustart auf das kommende Frühjahr zu verschieben. „Es hat sich herausgestellt, dass leider auch das Schieferdach mehr in Mitleidenschaft gezogen wurde, als ursprünglich angenommen. Auch hier besteht jetzt Handlungsbedarf, es sind weitere Abstimmungen mit den Firmen notwendig“, erklärte Meißner. Damit mögliche Spender motiviert sind und wissen wofür sie ihr Geld geben, soll demnächst in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum eine Ausstellung zur Geschichte der Kirche eröffnet werden.

Dass es sich um einen beeindruckenden, historisch wertvollen Bau handelt, davon konnten sich unlängst Besucher während einer Führung überzeugen. Vikar Georg Friedrich Schmidt führte die Interessenten bis in den Glockenturm mit den drei Glocken. Zur Reformationszeit läuteten hier vier, erzählte er. Im Laufe der Jahrhunderte seien sie aber immer wieder dezimiert und ersetzt worden.

Unter dem Stichwort „Sanierung St. Albani“ kann gespendet werden: Bank für Kirche und Diakonie, IBAN: DE95 3506 0190 1551 5860 45

Von Michael Strohmeyer

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