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Schkeuditzer „Stolpersteine“: Neue Infos über jüdische Familie Goldberger

Erinnerung an jüdisches Leben im Ort Schkeuditzer „Stolpersteine“: Neue Infos über jüdische Familie Goldberger

In Schkeuditz sollen bald die ersten sogenannten Stolpersteine verlegt werden, auch in der Schillerstraße Nummer 9 – als Verweis auf den letzten frei gewählten Wohnsitz der jüdischen Familie Goldberger. Jetzt hat sich eine LVZ-Leserin mit neuen Informationen an das Stadtmuseum gewandt.

Dieses Klassenfoto, das aus dem Jahr 1939 stammen soll, zeigt Esther Goldberger (roter Kreis), deren Name bisher unbekannt gewesen ist. Käthe Groß aus Wuppertal besuchte mit ihr die Schule in Schkeuditz.

Quelle: Stadtmuseum Schkeuditz

Schkeuditz. Dass in Schkeuditz Anfang Mai die ersten sogenannten Stolpersteine verlegt werden sollen, hatte die LVZ mehrfach berichtet. Zuerst in der Schillerstraße sollen sie vor der Hausnummer 9 in den Fußweg integriert auf den letzten frei gewählten Wohnsitz der jüdischen Familie Goldberger verweisen. Das Ehepaar Bernhard und Golda Gusta Goldberger hatte dort gelebt und einen Kolonialwarenladen geführt, bevor beide 1938 im Rahmen der sogenannten Polenaktion nach Polen abgeschoben und vermutlich in das Ghetto Tarnow deportiert wurden. Die Tochter Chana Goldberger heiratete Manfred Beuthner und konnte 1940 nach Haifa fliehen. Jetzt hat sich eine LVZ-Leserin aus Leipzig mit neuen Informationen an das Stadtmuseum gewandt.

Das Klassenfoto soll aus dem Jahr 1939 stammen, gab Neubert erhaltene Informationen weiter. „Zu der Zeit wären die Eltern Bernhard und Golda Goldberger bereits nach Polen deportiert worden, was bedeuten würde, dass Esther Goldberger woanders hätte Unterschlupf finden müssen“, überlegte er laut. Seine Hoffnung, dass es eventuell alte Schulakten aus dieser Zeit gibt, wurde mit einer telefonischen Nachfrage im Schulamt schnell zerschlagen.

Mit den neuen Informationen steht Neubert vor einem Rätsel. Die 1940 geflohene Chana Goldberger, die bisher als die einzige Tochter galt, hatte beim Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen nach dem Verbleib ihrer Eltern geforscht, konnte Neubert von eigenen Recherchen berichten. Allerdings habe man bei den eigenen Recherchen auch nur nach den namentlich bekannten Eltern gesucht, ergänzte Helge Fischer aus der Stadtverwaltung, der in die Recherche involviert ist.

Indes sind beim Erich-Zeigner-Haus-Verein bereits Spenden für die drei Goldberger-„Stolpersteine“ eingegangen. „Uns fehlen noch 100 Euro“, sagte Henry Lewkowitz vom Leipziger Verein am Dienstag.

Einen ausführlicheren Beitrag dazu lesen Sie im E-Paper oder in der LVZ am 24. Februar 2016.

Von Roland Heinrich

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