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Schkeuditzer Vorschlag abgelehnt

Schkeuditzer Vorschlag abgelehnt

Ohne eine entsprechende Förderung durch den Freistaat kann Leipzig die notwendigen Investitionen in den Schulhausbau nicht stemmen, hatte Leipzigs Sozialbürgermeister Thomas Fabian (SPD) geäußert.

Das Gymnasium Schkeuditz, bestehend aus Alt- und Neubau sowie der links noch zu sehenden Sporthalle, unterrichtet auch Leipziger Schüler.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. 13 der 16 Leipziger Gymnasien hätten schon jetzt ihre Kapazität erreicht oder überschritten. Fabian appellierte in einem Brief an die Landesregierung, bei Schulinvestitionen nicht zu sparen. Probleme werden bei geplanten Vorhaben befürchtet. Genau bei diesen Leipziger Problemen setzte eine Idee aus Schkeuditz an (die LVZ berichtete).

Den Vorschlag, durch "planerische Entscheidungen zwischen Kommunen den Schulhausneubau in Leipzig reduzieren zu können", lehnte Fabian laut dem Schkeuditzer Oberbürgermeister Jörg Enke jedoch ab. Enke hatte seinen Stellvertreter Lothar Dornbusch (beide Freie Wähler) ins Leipziger Rathaus geschickt, um für eine Vereinbarung zu werben, die die bereits jetzt gelebte Praxis zwischen Leipzig und dem Umland künftig zuverlässig regelt. "Wir haben doch jetzt schon seit Jahren ein bis zwei Klassen mit Leipziger Schülern in unserem Gymnasium. Wenn man das auch künftig auf Grundlage einer schriftlichen Vereinbarung fortsetzt, hätten alle Beteiligten Planungssicherheit", sagte Enke diese Woche. Dabei hatte er nicht nur Schkeuditz, sondern auch die Häuser in Markranstädt, Taucha und Borsdorf im Blick. Falls Leipzig die Möglichkeit der Kooperation mit Umland-Gymnasien in seine Schulnetzplanung aufnehmen würde, hätte Leipzig, so Enke, einen geringeren Investitionsbedarf. Weshalb Fabian diesen Vorschlag ablehnte, wollte er gestern auf LVZ-Anfrage nicht mitteilen, sagte für heute aber eine Antwort zu. Fabian habe Enke aber ausrichten lassen, sich mit dem Schkeuditzer Ansinnen an den Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zu wenden. "Dem Vorschlag komme ich nach. Ich habe auch schon mit Herrn Jung gesprochen, wobei wir uns darauf verständigt haben, dass ich ihm das Ganze ausführlich schriftlich aufbereiten werde", sagte Enke.

Die Bemühungen der Schkeuditzer Stadtverwaltung haben nicht nur die möglichen Einsparpotentiale der Messestadt im Blick. Vielmehr ist es wohl eine Vorsichtsmaßnahme, wenn auf Dauer das städtische Gymnasium eigenständig betrieben werden soll. Obwohl die Schülerzahlen in den letzten Jahren stabil sind und obwohl ein Bevölkerungswachstum registriert wird, sieht Schkeuditz mit Verweis auf die nicht steigenden Geburtenzahlen keine Nachhaltigkeit in dieser Entwicklung. Eine Eigenständigkeit des Gymnasiums, das dank einer Zweckvereinbarung mit Markranstädt und dem Landkreis erhalten werden konnte, steht früher oder später aber an. Forciert wird dies von Markranstädts Bürgermeister Jens Spiske (Freie Wähler) genauso, wie schon von seiner Vorgängerin Carina Radon (CDU). Im Schuljahr 2016/2017 solle es laut Spiske so weit sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2015
Olaf Barth, Roland Heinrich

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