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Schkeuditzer auf Breslau-Rallye - Jürgen Thiem bei siebentägigem Rennen dabei

Schkeuditzer auf Breslau-Rallye - Jürgen Thiem bei siebentägigem Rennen dabei

Mehr als 1000 Mann umfasst das Fahrerlager der diesjährig 20. Breslau-Rallye. 178 davon nehmen die etwa einwöchigen Strapazen der Querfeldein-Piste auf sich. Aus 14 Nationen reisen Offroad-Fahrer an.

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Ein ähnliches Bild wie nach der Rallye Baja300 wird es nach dem Offroad-Rennen in Polen geben. Jürgen Thiem, hier mit Sohn Marvin, ist mit dabei.

Quelle: Privat

Schkeuditz. Und einer, der am Sonntag ebenfalls an den Start gehen wird, ist der Schkeuditzer Jürgen Thiem.

"Eigentlich bin ich ja Old-Timer-Sammler. Was die Off-Road-Rennen betrifft bin ich erst seit acht bis zehn Jahren dabei", sagt der Schkeuditzer und scheint bei der Auswahl der Rennen einen gewissen Hang zum Extremen zu haben. Denn als leicht bezeichnet man etwas anderes, als tagelang mit dem Enduro-Motorrad durch unbekanntes, sandiges und schlammiges Gelände zu fahren - und das im Stehen. "Klar kann man sich auch mal kurz hinsetzen", meint Thiem. Um aber das Zweirad auf der Strecke händeln zu können, müsse man schon stehen.

Die Rallye-Breslau, die dieses Wochenende startet, gilt als die härteste Amateur-Offroad-Rallye Europas. In diesem Jahr, in dem das Spektakel zum 20. Mal ausgetragen wird, führt die Tour vom Lausitzring über die Sumpfgebiete im Norden Polens bei Drawsko Pomorskie nach Zagan im Westen Polens, in die Nähe von Cottbus.

Dabei geht es nicht um Geschwindigkeit - um Schnelligkeit aber schon. "Es kommt hauptsächlich darauf an, gut zu navigieren", erklärt der 49-jährige Schkeuditzer. Man bekomme die Kontrollpunkte, die ein jeder Fahrer passieren muss, mitgeteilt. "Den Weg dahin muss ich selbst finden. Es geht nur durchs Gelände und gibt keine Straßen. Wer einen Kontrollpunkt nicht passiert, bekommt zwei Stunden Strafe aufgeschrieben. Die lassen sich kaum noch herausholen", sagt Thiem, der dieses Jahr zum vierten Mal dabei ist.

Erst im Mai hat der Schkeuditzer an der Baja 300, ebenfalls eine Off-Road-Rallye, teilgenommen. Im März davor aber ging es ohne Motorrad auf den härtesten (Hindernis-)Lauf Deutschlands, die Brave-Heart-Battle. Von rund 3000 Teilnehmer belegte Thiem hier den 86. Platz. Der Veranstalter spricht beim Rennen vom "Weg durch die Hölle".

"Nein, ich gehe keine unnötigen Risiken ein", sagt der Unternehmer. Seine weltweit agierende Firma habe 30 Mitarbeiter. "Da kann ich mir keine Gefahren leisten. Ich habe ja schließlich eine Verantwortung", unterstreicht er. Wann er bei einem Zwölf-Stunden-Arbeitstag Zeit zum trainieren findet? "Das muss straff durchorganisiert werden. Entweder früh, vor der Arbeit, oder an den Wochenenden findet man dann schon Zeit", sagt Thiem. Mit seiner Familie, zwei Motorrädern und reichlich Ersatzteilen machte er sich gestern zur Rallye auf.

 

 

Der MDR begleitet die Rallye und berichtet täglich bis 8. Juli in der Sendung "Dabei ab zwei". Weitere Infos im Internet unter www.rallye-breslau.com.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.06.2013

Roland Heinrich

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