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Schkeuditz Schkeuditzer entsorgen illegal Müll
Region Schkeuditz Schkeuditzer entsorgen illegal Müll
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15:52 17.07.2015
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. Der Stadt Schkeuditz gehen durch die Entsorgung durch die Technischen Betriebe Gelder verloren, die an anderer Stelle nicht ausgegeben werden können.

Aufgebracht durch so viel Dreistigkeit schimpft der Schkeuditzer Roland Metke über die illegale Müllentsorgung am Rand der Altscherbitzer Straße und der Verlängerung der Martin-Niemöller-Straße. „Mir ist es absolut unverständlich, hier kurz vor der Ernte Betonteile und Bauschutt in ein Maisfeld zu schmeißen“, schüttelt er den Kopf. Großen Schaden könne dies an den Erntemaschinen verursachen, werde doch der Müllberg vom Führerhaus eines Mähdreschers gar nicht gesehen, so der 61-Jährige. Schon länger beobachtet Metke, dass Flaschen und Glasbruch einfach im Feld entsorgt würden. „Täglich drehe ich hier meine Runden“, erzählt der Hundebesitzer und weist auch auf die Gefahr hin, die für die Vierbeiner besteht. „Hier ist es ein Leichtes, dass Tiere sich durch Glassplitter verletzen.“

„Wir sind auf solche Hinweise aus der Bevölkerung angewiesen und werden diesem Hinweis sofort nachgehen“, so Schkeuditz Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Zwar seien die Mitarbeiterinnen des Ordnungsamtes, die durch die Stadt unterwegs sind, natürlich gehalten, solche Verstöße zu melden, können aber nicht überall unterwegs sein. Generell werde aber eine Anzeige gegen Unbekannt gestellt, so das Stadtoberhaupt. „Vielleicht besteht ja sogar die Möglichkeit, die Herkunft der illegalen Müllhalden zu ermitteln.

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Bei der letzten Sitzung des Stadtrates hatte selbiger gerade erst einer Flächenbezeichnung östlich der von Metke beschriebenen Fläche zugestimmt. Nach Hinweis des Vorsitzenden des Heimatvereins Torturm Schkeuditz-Wehlitz, Manfred Seidel, haben in dem Gebiet zwischen Altscherbitzer Straße und der Siedlung Papitz Turmfalken, die seit 2000 auch in der Altscherbitzer Kirche leben, hier bessere Lebensbedingungen. Darum sei diese Fläche, welche im Eigentum des Flughafens Leipzig/Halle ist, mit dessen Zustimmung „Turmfalkengarten“ genannt worden.

Damit grenzt nun ein Gebiet, das dem Vogel des Jahres 2007 gewidmet ist unmittelbar an eine wilde Müllhalde. Vorausgesetzt, die Fläche befinde sich im Städtischen Besitz, werden die Technischen Betriebe für die Entsorgung sorgen müssen, so Enke. Anderenfalls werden die zuständigen Ämter oder Eigentümer informiert oder zur Handlung aufgefordert. „Das Geld für die Entsorgung fehlt dann an anderer Stelle“, weist Enke hin.

Roland Metke indes hat von Herbst 2008 bis jetzt immer wieder selbst Hand angelegt und Flaschen in die entsprechenden Container gebracht. Nur durch Zufall konnte er die Gundorfer Agrargenossenschaft noch vor der Ernte warnen und eine Schaden durch den Bauschutt an den Maschinen verhindert werden. „Jetzt, wo das Feld abgeerntet ist, sieht man, wie hier gewütet wurde“, ärgert sich Metke.

Roland Heinrich

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