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Schkeuditzer gewinnen Freiflug - DHL-Charity-Aktion: Verein "Hoffnung für alle" verschickt Hilfskartons diesmal per Flugzeug

Schkeuditzer gewinnen Freiflug - DHL-Charity-Aktion: Verein "Hoffnung für alle" verschickt Hilfskartons diesmal per Flugzeug

Andreas Haller aus Schkeuditz kann sich freuen: Bei der DHL-Charity-Aktion "Freiflüge für soziale Zwecke" ist auch sein Antrag, Hilfsgüter nach Moldawien zu transportieren, auf offene Ohren bei der Jury gestoßen.

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Daumen hoch für ehrenamtliches Engagement und soziale Projekte: Fünf Transportflüge für Hilfsprojekte in Pakistan, Myanmar, Sierra Leone, Mauretanien und Moldawien übernimmt die DHL. 25 Projekte hatten sich beworben.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Von 25 Bewerbungen wurden gestern die fünf ausgewählten Projekte (siehe Kasten) offiziell vorgestellt, die durch einen Gratis- transport Unterstützung vom Logistik-Unternehmen erhalten.

"Es geht weniger um den Transport. Das können wir, darin sind wir Profis", sagte Markus Otto, Geschäftsführer der European Air Transport (EAT) Leipzig. Auch wenn er mit Augenzwinkern zugibt, beim Transport einer Werkstattausrüstung für die Kfz-Reparatur und bei dem Begriff "hydraulische Hebebühnen" ein wenig Schweiß auf die Stirn zu bekommen, sieht er auch hier keine Transportprobleme. "Vielmehr geht es darum, das Engagement der vielen sozialen Projekte zu würdigen und in die Öffentlichkeit oder auf ein Podest zu heben", sagte Otto. Und deshalb gingen die Dankesworte - eher ungewöhnlich - aus Richtung der Jury zu den geladenen Gästen.

Unter ihnen stand auch Andreas Haller vom Hoffnungszentrum in der Schkeuditzer Lessingstraße. Seit Jahren ist der Gemeindepädagoge in der Moldawien-Hilfe engagiert und hat - meist zur orthodoxen Weihnachtszeit - Hilfstransporte in die Gemeinde Elim organisiert. "Im letzten Jahr sind das knapp fünf Tonnen gewesen. Wenn wir die jetzt nicht umständlich mit dem Lkw mehrere Tage durchs Land fahren müssen, hilft das schon", freute sich Haller über die Juryentscheidung. Sergiu Cosovan, der Haller begleitete, berichtete der Jury kurz von den Verhältnissen in der 16 000-Einwohner-Stadt Singerei, von Kindern, die von ihren Eltern verlassen bei Verwandten und Bekannten aufwachsen und in ärmlichsten Verhältnissen leben.

Recht schnell fiel die Entscheidung der Jury, sagte Wieland Kiess, Direktor der Universitäts-Kinderklinik: "Es war eine klare Auswahl, die unabhängig getroffen wurde", meinte er und hob das Engagement der einzelnen hervor. "Man schämt sich fast, dass man von diesem Engagement nicht viel weiß", ergänzte Gewandhausdirektor Andreas Schulz, der ebenfalls in der Jury saß. Rüdiger Unger, Vorstandsvorsitzender des Landesverbandes Sachsen des Deutschen Roten Kreuzes, gab zu, etwas neidisch darauf zu sein, dass in den einzelnen Projekten etwas geleistet wird, das ohne großartigen Verwaltungsaufwand vonstatten geht.

Gemeinsam mit Otto bekräftigte Robert Viegers, Vorsitzender Geschäftsführer bei DHL, durch die Charity-Aktion auch selbst ein gutes Gefühl zu haben. "Projekte, die Kinder, Bildung oder medizinische Versorgung unterstützen, fördern wir seit langem", sagte Viegers und stellte weitere Aktionen in Aussicht.

 

 

Die ausgewählten Projekte für die Transporte:

 

 

Die Ruth-Pfau-Berufsschule für Gesundheit und Sozialwesen Leipzig unterhält eine Partnerschaft mit Pakistan. Hier fehlt es an Bildung, aber auch an medizinischen und sanitären Einrichtungen. Die Schule hat deshalb Schulmaterial, Hygieneartikel sowie Material für eine medizinische Grundversorgung zusammengestellt und sendet diese nach Karachi in Pakistan.

 

 

Dem Verein Burmahilfe Leipzig geht es hauptsächlich um den Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche. Um den Betrieb einer Schule und einer Krankenstation in Yangon, Myanmar, aufrecht zu erhalten, haben die Mitglieder Fahrräder, Computer, Schulbücher sowie Labormaterial und Medikamente zum Verschicken gesammelt.

 

 

Hoffnung für alle ist ein Schkeuditzer Verein. Viele Moldawier suchen Arbeit im Ausland und lassen ihre Kinder zurück. Verwandte sind mit deren Pflege vor allem finanziell überfordert. Der Schkeuditzer Verein hat 500 schuhkartongroße Weihnachtspakete mit je einem Weihnachtsgeschenk, Hygieneartikeln, Süßigkeiten und Lebensmitteln organisiert, die nach Singerei, Moldawien, verschickt werden sollen.

 

 

Der Verein Forikolo versucht, Familien in Sierra Leone den Zugang zu Bildung zu ermöglichen. Neben Geldspenden hat der Verein Bettzeug, Matratzen, Moskitonetze, Kleidung, Schuhe und Schulmaterialien gesammelt, die er den Dorfbewohnern im November schicken möchte.

 

 

Die Grünhelme engagieren sich bei verschiedenen Projekten in armen und konfliktreichen Regionen. Die Hafenstadt Nouadibou in Mauretanien ist ein solcher Ort. Der Verein möchte die Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort mit einer neuen Kfz-Ausbildungswerkstatt verbessern. Etwa 4400 Kilogramm Equipment sollen dafür aus Deutschland eingeflogen werden. Noch diesen Monat soll der Flug starten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2013

Roland Heinrich

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