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Schkeuditz Schkeuditzerin zaubert Fantasie-Bilder
Region Schkeuditz Schkeuditzerin zaubert Fantasie-Bilder
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05:00 05.05.2011
Anja Maywald kreiert skurrile Fantasie-Bilder am Computer und erntet dafür Lob und Anerkennung. Verkaufen würde sie allerdings auch gern. Quelle: Roland Heinrich
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Schkeuditz

Tagsüber ist die 34-Jährige als Buchhalterin bei der Handelsagentur in Leipzig beschäftigt. Vorrangig aber wird der Schkeuditzer sie als Betreiberin der Flohmärkte „Alles fürs Kind“ kennen. Jetzt hat die Hobby-Künstlerin eine eigene Internetseite mit einer Auswahl ihrer abstrakten Werke online gestellt und hofft auf den ein oder anderen Verkauf.

„Eigentlich hat alles mit der Fotografie angefangen“, berichtet Maywald. Mit ihren Fotos sei sie der Internet-Plattform Photocommunity beigetreten. Das ist inzwischen schon sechs Jahre her. „Da war ich schon ewig nicht mehr“, sagt sie heute. Das Fotografieren ist inzwischen in den Hintergrund geraten. „Ich müsste mal wieder“, gesteht sie und erwähnt die fehlende Zeit. Im Urlaub aber sei der Fotoapparat immer mit dabei.

Durch Empfehlungen hat die Hobby-Künstlerin von dem Computer-Programm, welches sie für ihre Fantasiebilder heute verwendet, aber auch von der Internetseite Shutterstock erfahren. Shutterstock ist nach eigenen Angaben weltweit die größte Stock-Fotoagentur, bei der sich Werbeagenturen oder Verlage auf Abo-Basis bei Fotos, Illustrationen und Vektorgrafiken bedienen können. Anja Maywald meldete sich an und stellte eine Bilder-Auswahl online.

Das Buchcover Quelle: privat

So erlebte sie den bisher größten Erfolg ihres Künstlerdaseins: „Per E-Mail meldete sich eine Grafikdesignerin bei mir und fragte, ob sie ein Bild für eine Buchcover-Gestaltung haben könne“, berichtet Maywald freudig. Jetzt ziert ihr Drachenflügel genanntes Bild das Cover des im Heyne-Verlag erschienenen Buches „Drachenpfade“ von Sergej Lukianenko und Nick Perumov. „Ein bisschen Geld gab es dafür auch“, sagt Maywald schmunzelnd.

Nein, lange dauere die Erschaffung eines Bildes nicht. „Wenn ich damit angefangen habe, möchte ich es auch zu Ende bringen“, begründet die Schkeuditzerin auch ihre Nachtschichten. Und einen Nerv scheint sie mit ihren Kunstwerken zu treffen. Kommentare, wie „das gefällt mir sehr gut, es wirkt so geheimnisvoll“ oder „Das würde ich mir an die Wand hängen“, stehen unter ihren Bildern. Dabei sei sie, trotz der mehrjährigen Benutzung des Computer-Programms, noch immer nicht komplett durch die Bedienung durchgestiegen. „Die Software bietet mir eine Auswahl an Grund-Motiven an. Davon wähle ich aus und kann mit Verschiebung von Vektoren neue Grafiken entstehen lassen – so lange, bis es mir gefällt“, erklärt die 34-Jährige.

Einen Nachteil der digitalen Technik hat Maywald indes auch schon erlebt: „Der Computer ging kaputt und die abgespeicherten Bilder waren fort. Jetzt müsste ich mir meine Bilder online kaufen, damit ich sie wieder habe“, ärgert sie sich noch immer. Den Weg zu einer Galerie, um dort ihre Bilder auszustellen, hat sie bisher gemieden. „Das Drucken kostet doch. Auch Bilderrahmen habe ich keine“, gesteht Maywald. Zudem bräuchte sie auch dafür Zeit, die knapp bemessen sei.

www.undefinable-art.de

Roland Heinrich

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