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Schkeuditz Schon zwei Millionen Euro teurer
Region Schkeuditz Schon zwei Millionen Euro teurer
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14:56 19.05.2015
In Richtung Leipzig staut sich der Verkehr auf der B 181 zu Zeiten des Berufsverkehrs mitunter bis auf die A 9 zurück. Der Ausbau soll Abhilfe schaffen. Quelle: Michael Strohmeyer

Der Bau, der auch mit einer Umverlegung der Trasse einhergehen soll, ist jetzt bei etwa 13 Millionen Euro Gesamtkosten angekommen. Bis tatsächlich mit dem Bau begonnen wird, könnten die Kosten noch weiter steigen.

Auf einer Länge von etwas mehr als vier Kilometern soll die Bundesstraße 181 von der A-9-Abfahrt Leipzig/West bis zum Abzweig Frankenheim/Lindennaundorf vierstreifig aus- und neu gebaut werden. Mit in den Planungen ist eine Umverlegung der Trasse in Richtung Westen, weil Dölzig umfahren werden soll. Bereits seit 1990 ist dieses Vorhaben im Gespräch. Der Vorentwurf ist genehmigt. Vor sieben Jahren ist im November 2006 der Planfeststellungsantrag eingereicht worden. Jenes Verfahren läuft derzeit. "Nach der ersten Auslegung der Unterlagen sind Stellungnahmen und Hinweise eingegangenen. Die Planung wurde entsprechend überarbeitet und an die Landesdirektion Sachsen weitergeleitet", teilte Peter Welp, Sprecher des Landesamtes für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) in Dresden, zum aktuellen Planungsstand mit. Als Planfeststellungsbehörde ist die Landesdirektion Sachsen für die Prüfung der Unterlagen zuständig. Die Auslegung für eine erneute Anhörung erfolge nach dieser Prüfung.

"Weder ein konkreter Termin noch ein grober Terminplan können zum jetzigen Zeitpunkt genannt werden", teilte Welp auf die Frage mit, wann mit einem Baustart zu rechnen ist. Die Voraussetzungen für einen möglichen Baubeginn teilte er auch gleich mit: Unter anderem müsse ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss existieren, alle Bauerlaubnisse müssten vorliegen, die Ausführungsunterlagen müssten ausschreibungsreif sein und die notwendigen finanziellen Mittel für die Planungs- und Bauleistungen müssten bereitgestellt werden.

Gerade letztere Voraussetzung, die finanziellen Mittel, geben in etwa ein Zeitfenster für den tatsächlichen Bau vor: Der Ausbau wird mit Mitteln des Bundes erfolgen. Dazu ist es notwendig, dass das Projekt im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2015 aufgenommen wird. "2015" deshalb, weil der BVWP in jenem Jahr vorgelegt werden soll. Die Beschlussphase erstreckt sich dann bis 2016. Der BVWP bildet die Grundlage, welche Straßenbauprojekte tatsächlich in den Investitionsplan des Bundes aufgenommen werden.

Für den BVWP melden die Bundesländer vordringliche Straßenbauprojekte an. Sachsen hat das im September getan und auch die B-181-Maßnahme benannt. Sachsen Verkehrsminister Sven Morlock (FDP) will bis 2025 die vordringlichen Bauprojekte verkehrswirksam, also fertiggestellt haben und sich beim Bund dafür stark machen. Das bedeutet, dass irgendwann zwischen 2016 und 2025 der Ausbau der B 181 kommen könnte.

"Die Bauzeit wird auf voraussichtlich zwei bis drei Jahre geschätzt. Die Gesamtkosten belaufen sich etwa auf 13 Millionen Euro", teilte der Lasuv-Sprecher mit. Noch im März 2012 waren es zwei Millionen Euro weniger. Diese höheren Kosten binnen keiner zwei Jahre begründet Welp mit allgemeinen Preissteigerungen in der Branche und mit notwendigen Umplanungen. "In der Regel liegen wir mit den geplanten Kosten aber richtig", sagte er. Bis zum Bau jedoch vergehen wohl noch einige Jahre und die Branchenpreise werden wohl auch nicht sinken.

Die Notwendigkeit des Ausbaus wird durchaus kontrovers diskutiert. Selbst Dölziger meinen, das eine Umverlegung der Trasse nicht notwendig ist. "Aufgrund der vorhandenen und auch zukünftig hohen Verkehrsbelastung ist der Ausbau erforderlich", meinte der Lasuv-Sprecher. Ob mit dem Ausbau der Straße von jetzt zwei auf dann vier Fahrstreifen auch der von den Dölzigern als notwendig erachtete Radweg kommt, kann er für die gesamte Strecke nicht sagen. Zwischen Rückmarsdorf und Dölzig werde die jetzige und nach dem Ausbau ehemalige Trasse der B 181 dann als Radweg dienen können, wusste Welp aber.

Roland Heinrich

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.01.2014
Roland Heinrich

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