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Schkeuditz Schüler-Stadtrat gibt Verwaltung Denkanstöße
Region Schkeuditz Schüler-Stadtrat gibt Verwaltung Denkanstöße
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10:35 04.12.2009
Der gymnasiale Schüler-Stadtrat und Vertreter der Schkeuditzer Stadtverwaltung finden nicht nur im Ratssaal während des Planspiels zusammen, sondern auch zum Erinnerungsfoto auf der Rathaustreppe. Quelle: Roland Heinrich

Dieser hatte sich zu deren Beantwortung extra Bau- und Schulamtsleiter Wolfgang Walter sowie Ordnungsamtsleiter Michael Winiecki an die Seite geholt. Martin Gey von der Friedrich-Ebert-Stiftung begrüßte die Neuntklässler und Enke eröffnete die Sitzung des Schüler-Stadtrates. „Als ich von dem Vorhaben der Stiftung erfuhr, war ich sofort bereit, dieses zu unterstützen“, sagte Enke. Vorherige Versuche, zwecks kommunalpolitischer Bildung mit dem Gymnasium in Kontakt zu treten, seien im Sande verlaufen. „Auch künftig wäre ich für diesbezügliche Bestrebungen bereit“, so Enke hin.Das Rollenspiel soll Schülern Kommunalpolitik näher bringen, ihnen zeigen, dass es dabei um die Belange der Bürgerinnen und Bürger vor Ort gehe und dass es nicht so einfach ist, gut gemeinte Vorhaben umzusetzten. Beschlussvorlagen wurden – mit Unterstützung von Kommunalpolitikern – erarbeitet und formuliert: „Zunächst war die Formulierung meiner Fraktion, ein Kino neu zu bauen. Dies habe ich als zu unrealistisch eingeschätzt und die Vorlage wurde umformuliert“, sagte der echte Stadtrat Jens Kabisch (SPD). Dass auch die Umformulierung, einen regelmäßigen Kinotag im Kulturhaus Sonne einzurichten, vom Schüler-Stadtrat nicht beschlossen wurde, zeigte die Schwierigkeiten kommunaler Politik.Gleich zwei Beschlussvorlagen befassten sich mit der Errichtung eines Spiel- oder Bolzplatzes in Kleinliebenau. „Familien mit kleinen Kinder sind neu hinzugezogen und das Spielangebot ist rar“, begründete Schülerin Julia Richter von der FDP-Fraktion die Vorlage. Hier einen Bolzplatz einzurichten, koste nicht viel Geld, hieß es aus der Fraktion der Freien Wähler. „Dafür brauchen wir ein städtisches Grundstück, welches weit genug von der Wohnbebauung entfernt liegt“, informierte Ordnungsamtsleiter Winiecki über Probleme der Lautstärke.„Wir brauchen uns keine Sorgen über den Nachwuchs zu machen“, freute sich Manfred Putzke (CDU) über die Ernsthaftigkeit der Schüler bei diesem Rollenspiel. „Einige Belange bestätigen unsere Vorhaben und andere werden wir als Anregungen mitnehmen“, sagte Enke, der sich ebenfalls von der Diskussion der Schüler-Räte beeindruckt zeigte. So werde der Beschluss, zum Stadtfest wieder ein Feuerwerk stattfinden zu lassen, wohl umgesetzt. Über eine größere Bühne für die Tänzer werde nachgedacht.Die anfänglichen Anfragen wurden auch beantwortet. Ja, eine Sportanlage wird es geben, der Busverkehr ist eine Kostenfrage und wird eher nicht verstärkt und die 100000 Euro von Marianne Kaufmann sollen für einen Spielplatz auf dem Schul-Campus genutzt werden.

Roland Heinrich

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