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Schkeuditz Schüler bepflanzen und pflegen Streuobstwiese in der Aue
Region Schkeuditz Schüler bepflanzen und pflegen Streuobstwiese in der Aue
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13:54 19.05.2015
Achtklässler und Fachlehrerin Ute Tok (Mitte) setzen den nächsten Baum. Quelle: Michael Strohmeyer

Initiiert hatte den inzwischen fünften Aktionstag Ralf Moritz von der Schkeuditzer Auenwald-Apotheke. "Wir hatten damals die Idee, etwas Konkretes für die Natur und damit auch für die Gesundheit der Leute zu tun. Das grüne Blatt in unserem Logo sehen wir als Verpflichtung. Im Gymnasium fanden wir gleich einen Partner", erklärte Moritz.

Seitdem pflanzen jedes Frühjahr unter der fachlichen Anleitung von Revierförster Carsten Pietsch und seinen Kollegen die Jugendlichen Bäume und Sträucher. Außerdem werden alte verwachsene Baumkronen ausgeästet. In diesem Jahr hatte sich der Revierförster etwas Besonderes einfallen lassen: Obstbäume anpflanzen. Die Gelegenheit bot sich an, da der Forstbezirk die alte Streuobstwiese gleich neben der B 186 Ortsausfahrt von Schkeuditz in Richtung Dölzig überschrieben bekommen hatte. Diese befand sich nach Jahrzehnten mangelhafter Pflege in einem desolaten Zustand. Und so schlug Pitsch dem Initiator diese Fläche für seine Aktion vor.

Moritz nahm das Angebot gern an. Er dankte sowohl Forstarbeitern als auch Schülern und Lehrern für deren Engagement. Denn mit Spaten, Astscheren, Hochentaster, Handsägen, Pfahlrammen, Hanfseilen und Gießkannen wurde dann gleich kräftig losgelegt. Die fünf Profis erklärten den Schülern in einer ruhigen und praktischen Art, wie man einen Obstbaum fachlich richtig stutzt, damit er sich wieder erholen kann. Sie zeigten ebenso, wie die jungen Bäume und Setzlinge richtig in das Erdreich gesetzt, mit Pfählen stabilisiert sowie mit einem Hanfseil angebunden werden. Die Schule wird auch künftig für die Pflege der Wiese zuständig sein.

Insgesamt kamen fast 50 Obstbäume in die Erde, darunter zahlreiche Wildapfel-Gewächse. Außerdem wurden auch Setzlinge für Sträucher gepflanzt. Auch die beiden Schkeuditzer Grünen-Stadträte Oliver Gossel und Evelyn Hütel packten mit an. "Man darf nicht nur im Stadtrat reden, sondern muss auch selbst etwas für die Natur tun", war ihr Credo. Dem stimmten auch die beiden Fachlehrerinnen Ute Tok und Petra Wicha zu. Sie freuten sich über den Einsatz ihrer Schüler und den Spaß, den sie alle zusammen dabei hatten. Am Ende gab es für alle zur Stärkung Getränke und etwas zu essen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 15.04.2015
Michael Strohmeyer

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