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Schuldenberg sinkt allmählich

Schuldenberg sinkt allmählich

Noch zwei Jahre dauert die Konsolidierungsphase der Schkeuditzer Wohnungsbau und Verwaltungsgesellschaft mbH (SWV). Das heißt Schuldenabbau bei gleichzeitigen Ausgaben für Investitionen.

Schkeuditz. Regelmäßig muss darüber der Geschäftsführer dieser städtischen Gesellschaft vor dem Stadtrat Rechenschaft ablegen. Fazit: Die Schulden sinken weiter, der Mieterbestand ist stabil, weitere Investitionen stehen vor der Tür.

Beim Rückblick 2010 verweist Geschäftsführer Gerald Fritzsche im Vergleich zu 2009 auf 50 mehr abgeschlossene Mietverträge und den erneut gesunkenen Schuldenstand. 37,6 Millionen Euro waren es Ende letzten Jahres, knapp unter 37 Millionen sollen es bis Ende 2011 sein. Damit hätte die SWV seit dem Start des finanziellen Sanierungskonzeptes 2004 bereits über fünf Millionen Euro an Verbindlichkeiten abgebaut. Gleichzeitig allerdings wird auch investiert, um die Attraktivität der Wohnungen zu erhöhen und so den Vermietungsstand stabil zu halten beziehungsweise zu steigern. 1553 Wohnungen hat die SWV. Der Leerstand beträgt im vermietbaren Bestand zwölf Prozent. „Das ist ganz klar zu viel. Da haben wir noch zu tun, zwei bis fünf Prozent wären das Ziel als normale Umzugsreserve“, so Fritzsche. Die Mieteinnahmen stiegen dennoch um 44 200 Euro gegenüber dem Planansatz von rund 3,6 Millionen Euro.

Im Jahr 2010 gab es bei der SWV 165 Auszüge. Die meisten Gründe waren eine zu kleine Wohnung, Arbeitsplatzwechsel oder der Umzug ins Pflegeheim. In 17 Fällen allerdings kündigte die SWV den Mietern beziehungsweise räumte die Wohnung. Das betraf vor allem Mietschuldner. Auch 159 Beschwerden weist die SWV-Statistik auf. Lärm im Haus, nicht erledigte Hausordnung, Belästigung durch Haustiere sowie Klagen über die mangelnde Grünanlagenpflege stehen hier ganz oben.

Dass er Schritt für Schritt die Mieterzufriedenheit und das Angebot an bedarfsgerechten Wohnungen erhöhen will, daran lässt Fritzsche keinen Zweifel. Rund eine Million Euro wurden im vorigen Jahr in den Bestand investiert. Von den über 2000 Einzelaufträgen gingen knapp 73 Prozent an regionale Firmen. „Das ist die höchste Zahl seit 2004. Wir sind also auch wichtiger Auftraggeber für hiesige Unternehmen“, stellte Fritzsche fest. Ein Schwerpunkt dabei war 2010 die Theodor-Heuss-Straße. Dort ist der erste Bauabschnitt beendet. Die Häuser 24 bis 32 wurden trocken gelegt, Wege wurden neu gebaut und zusätzliche Parkplätze geschaffen. Rund 300 000 Euro investierte die SWV dort. Mitte Juli soll für die Eingänge 34 bis 38 der zweite Bauabschnitt starten. Auch hier geht es um die Erhaltung der Bausubstanz und Erhöhung des Ausstattungsstandards. Zum Beispiel wird auf Wunsch der Mieter der Anbau von Balkonen vorbereitet. Diese sollen dann aber erst im nächsten oder übernächsten Jahr folgen. „Das können wir finanziell nicht alles auf einmal erledigen“, bedauerte Fritzsche.

Auch in der Goethestraße 41 bis 45 sind Investitionen geplant. Derzeit laufen laut Fritzsche mit den Mietern Gespräche über größere Instandsetzungsmaßnahmen. Die 40 Wohnungen erwartet eine Komplett-Modernisierung unter anderem mit der Ausmusterung der alten Nachtspeicherheizungen. Grundrisse werden geändert, Balkone angebaut. Im Herbst soll es los gehen, im 1. Quartal 2013 alles fertig sein. Gut eine dreiviertel Million Euro wird investiert, sofern der Aufsichtsrat im September grünes Licht gibt. „Wir streben hier einen ausgewogenen Mietermix an – Ältere, Jüngere, Familien. Deshalb wollen wir von der Ein- bis zur Vierraumwohnung alles anbieten“, nannte Fritzsche das Ziel.

Olaf Barth

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