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Schkeuditz Schutzzonen bleiben unverändert
Region Schkeuditz Schutzzonen bleiben unverändert
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18:29 12.08.2010
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. Das ist das Fazit einer Sondersitzung der Fluglärmkommission.

Eigentlich steht das nächste turnusmäßige Treffen der Kommission zum Schutz gegen Fluglärm und Luftschadstoffe für den Flughafen Leipzig/Halle erst am 10. November auf der Tagesordnung. Doch diese Woche berief der Vorsitzende Manfred Heumos eine Sondersitzung ein. Zu beschließen habe es nichts gegeben. Vielmehr handelte es sich um eine Informationsveranstaltung, in der es um die Erfassung und Berechnung jener Daten ging, die die Grundlage für die Neu-Festlegung der Lärmschutzzonen am Schkeuditzer Airport bilden. Dazu war ein Experte des Münchener Büros Obermeyer Planen + Beraten GmbH angereist. „Das Büro war vom Flughafen beauftragt worden, zum Vollzug des novellierten Fluglärmgesetzes eine Zusammenfassung der Daten für das Prognosejahr 2020 zu erstellen. In der Sitzung wurde nun darüber informiert, wie die Daten zustande kommen sind und was dabei alles eingeflossen ist", erklärte Heumos den Inhalt dieser nichtöffentlichen, gut zweistündigen Zusammenkunft am Mittwoch. Eingeflossen seien zum Beispiel unter anderem Flugzeiten, Flugrouten, Flugzeugklassen und die Anzahl der Flugbewegungen.

„Bei dem dabei zustande gekommenen Datenmaterial handelt es sich allerdings nicht um Messungen, sondern um reine Berechnungen, in die die Prognosezahlen, den erfassten Ist-Zahlen des Flughafens sowie die Festlegungen aus dem Planfeststellungsbeschluss berücksichtigt werden. Das Ganze wurde einleuchtend und nachvollziehbar dargelegt. Es gab zwar viele Nachfragen, aber seitens der Kommission keine ergänzenden Hinweise", sagte Heumos, der als einziges Kommissionsmitglied befugt ist, die Öffentlichkeit über die Inhalte der Sitzungen zu informieren.

Außerdem seien auf dieser Daten-Grundlage bereits die künftigen Lärmschutzzonen grob dargestellt worden. „Als Konsequenz bleibt, dass die neu festzulegenden Fluglärmschutzzonen die jetzigen nicht beeinträchtigen. Sie bleiben also erhalten", zieht Heumos das Fazit. Endgültig gesetzlich festgelegt werden die Zonen aber vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft. Das nimmt sich nun des Datenpaketes an und bearbeitet es weiter. Bis Jahresende soll der Vorgang abgeschlossen sein. Laut Gesetz gelten die Zonen dann zehn Jahre. Heumos: „In Leipzig haben wir aber den großen Vorteil aus dem Pflanfeststellungsbeschluss, dass alle drei Jahre eine Überprüfung der Zonen stattfinden muss. Die nächste steht 2012 auf der Tagesordnung." Dann könnte auf mögliche Veränderungen reagiert und die Lärmschutzzonen entsprechend angepasst werden.

Olaf Barth

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