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Sehenswerte Keramikschau mit zeitlosen und bizarren Figuren

Sehenswerte Keramikschau mit zeitlosen und bizarren Figuren

Mit dem Leipziger Kunstverein terra rossa hat die Schkeuditzer Art Kapella gleich zehn Künstler und Künstlerinnen gewonnen, die jetzt in der Galerie den Besuchern bis zum 18. Januar eine sehenswerte Schau bieten.

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In der neuen Ausstellung der Schkeuditzer Art Kapella haben auch kleine Besucher sichtlich Spaß, wenn sie sich die lustigen Keramikfiguren anschauen. Die Schau mit vielfältigen Exponaten in Form und Größe ist noch bis zum 18. Januar zu sehen.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Die Auswahl und Zusammenstellung repräsentiert Einblicke in Formgebung und Techniken in Symbiose von Kunst und Handwerk. Damit ist die neue Ausstellung ein Plädoyer für die Bedeutung handwerklicher und künstlerischer Gestaltung. Sie dokumentiert zugleich einen Beitrag zur zeitgenössischen Kunst.

Sybille Abel-Kremer zeigt ihre archaisch anmutenden Schalen, Vasen und Becher. Das im eisenhaltigen Ton gehaltenene Steinzeug betont die Schönheit von zeitlosen Formen und Farben. Humorvoll sind die wunderbaren Raku-Figuren von Regina Albrecht, die dem Betrachter ein Schmunzeln aufs Gesicht zaubern. Und Frank Brinkmann, der sich immer wieder mit experimentellen Formgebungen auseinandersetzt, überzeugt mit seinen dreidimensionalen abstrakten und farbigen Kompositionen. Mit den großen Freiraumkeramiken von Gerold Schwenke, die in der Ausstellung sofort ins Auge fallen, erzählt der Künstler subtil und humorvoll Geschichten. Inspiriert von Gegensätzen und Gemeinsamkeiten der Metropolen New York und Brüssel oder vom sehr ambivalenten Traum des Menschen vom Paradies auf dem keramischen Objekt "Jungbrunnen".

An den Wänden hängen bildnerische Werke von Rolf Büttner. Zu seiner künstlerischen Bandbreite gehören Grafiken, Zeichnungen und Keramikarbeiten. Katharina Eichlers kleine handgeformten Gefäße, aus der Natur kommend und frei und natürlich in ihrer Art verbleibend, verzichten auf Dimension sowie auf die uns Menschen so eigene Genauigkeit und assoziieren somit eine natürliche Formgebung. Marita Helbig arbeitet, wie viele ihrer Kollegen, mit unterschiedlichen Techniken. Mit ihrer Experimentierfreude entdeckte sie für sich unter anderem die Stocktechnik. Ebenso sind die keramischen Arbeiten von Franziska M. Köllner immer wieder Augenöffner. Figuren in der Rakutechnik, Gefäße und Objekte zeugen von ihrem handwerklichen und künstlerischen Können. Ulrike Linke arbeitet künstlerisch mit verschiedensten Materialien und sie spielt mit der Irritation von vertrauten Sichtweisen. Gabriela Roth-Budigs bizarre Figuren verwirren - sie assoziieren Vertrautes, natürliche Formen, die sich der Realität dennoch entziehen.

Die Ausstellung zeigt, wie verschiedene Kunstformen sich vereinen und ergänzen. Dieses Ineinanderwirken von körperhafter, lebendiger Natur aus gebrannter Erde macht den Reiz aus.

Die Art Kapella, Teichstraße 7, hat Di., Mi., Sbd. und So. jeweils 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.11.2014
Petra Kießling

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