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Schkeuditz Seine 50. Ausstellung zeigt Reinhard Dreßler in Schkeuditz
Region Schkeuditz Seine 50. Ausstellung zeigt Reinhard Dreßler in Schkeuditz
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14:50 19.05.2015
Die Ostsee hat es Reinhard Dreßler angetan. Von ihr, vor allem von Landschaften und Menschen rund um Ahrenshoop, berichten die Rötel- und Federzeichnungen, die der 65-Jährige jetzt bei den Schkeuditzer Stadtwerken ausstellt. Quelle: Olaf Barth

Dort sind nun 18 Werke des Leipziger Künstlers zu sehen, die sich hauptsächlich dem Thema Ostsee widmen.

Seit 2011 bei den Stadtwerken die Idee von einer eigenen kleinen Galerie umgesetzt wurde, war inzwischen ein breites wie interessantes Spektrum von Hobby- bis professionellen Künstlern vertreten. In der nunmehr neunten Ausstellung gehört Reinhard Dreßler klar zur zweiten Kategorie. Auch wenn der 65-Jährige sich selbst nur ungern als "Künstler" bezeichnet. "Kunst kann man nicht machen. Ob das eigene Werk einmal dazu wird, muss die Zeit zeigen", sagte gestern der Wiederitzscher, als er gemeinsam mit SWS-Pressesprecherin Ines Gutmann die Ausstellung eröffnete.

Dass einige Mitarbeiter bereits neugierig und begeistert stehen blieben, um sich die Ölbilder, Rötelzeichnungen und Federzeichnungen anzuschauen, ist ein gewollter Effekt. "Das Interesse daran im Haus hat sehr zugenommen. Inzwischen fragen die Kollegen bereits im Vorfeld, was für eine Ausstellung als nächstes geplant ist und wann sie kommt", freute sich Gutmann. Aber auch den Kunden des Servicezentrums stehe die Galerie jederzeit offen.

Die gestern eröffnete Schau ist für Dreßler ein Jubiläum. Es ist seine 50. Ausstellung, die sich an bisherigen zum Beispiel in Leipzig, Berlin, Budapest, Dresden, Kiew, Moskau, Naunhof, Riga oder Torgau anschließt. "Eine kleine Ausstellung wie diese hier ist das Beste für mich. Deshalb bin ich gar nicht unglücklich, dass meine 50. hier zu sehen ist", sagte Dreßler schmunzelnd. Auch in der Schkeuditzer Art Kapella und im Tauchaer Café im Schusterhaus waren einige seiner Bilder schon zu sehen.

In den großen Räumen mit anderen fühle er sich nicht wohl: "Ich gehöre zur alten Garde, bin nicht mehr zeitgemäß. Dann stehen junge Künstler vor meinen Arbeiten und rümpfen die Nase, so wie wir das vor den Werken unserer Lehrer getan haben, weil uns deren Bilder auch nicht modern genug waren." Ihm sei jetzt in der Szene einfach zu sehr das Abstrakte angesagt. "Aber wenn dann auch noch ein ganz normaler Gebrauchsgegenstand zur Kunst erhoben wird, dann komme ich gar nicht mehr mit und werfe das Handtuch", sagte der Künstler.

Unter den 450 freischaffenden Leipziger Berufskollegen hat er ein Alleinstellungsmerkmal, erzählte der Künstler. Denn die Technik für seine Rötelzeichnungen habe er sich selbst erarbeitet: "Um die gewünschte Farbmischung mit den richtigen Eigenschaften zu finden, habe ich manchmal zum Leidwesen meiner Frau unsere Küche in ein Alchimisten-Versuchslabor verwandelt." Die Rezeptur wurde gefunden, Mühe bereitete die Suche nach dem richtigen Papier, das er nun von einem Hersteller direkt bezieht. Das Papier sollte schwer sein, nicht rein-, sondern naturweiß, glatt und doch saugfähig.

Auch ohne seine Bleistiftzeichnungen und Porträts präsentieren die SWS eine sehenswerte Schau. Gut drei Monate sollen Dreßlers Bilder jetzt in der Edisonstraße 36 hängen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 29.01.2014
Olaf Barth

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