Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz "Seit 30 Jahren hat sich hier nichts verändert"
Region Schkeuditz "Seit 30 Jahren hat sich hier nichts verändert"
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:53 19.05.2015
Die Dölziger Hasenheide ist eine Schotterstraße. Ein Ausbau steht seit Jahrzehnten auf der Wunschliste des Ortes. Quelle: Roland Heinrich

So kann das doch nicht bleiben", machte sich Jens Gansel Luft. Der Zustand, den der Dölziger anspricht, bezieht sich auf eine Ortsstraße: die Hasenheide. Über Jahre rangiert jene Schotterpiste an vorderster Stelle auf der Liste der Dölziger Begehrlichkeiten. Und beinahe hätte es mit dem Ausbau auch geklappt.

Für das Jahr 2012 plötzlich frei werdende Kapazitäten im Rahmen des Förderprogramms Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) ließen die Dölziger - und vor allem die Anwohner der Hasenheide - hoffen und die Stadtverwaltung handeln. Sowohl der Ausbau der Hasenheide als auch der des Schöppenwinkels wurden als Förderanträge formuliert. Beide Straßen standen in der Wunschliste des Ortes ganz oben. Die Förderbehörde hatte jedoch für den zweiten Platz auf dieser Liste, also für den jetzt fertig ausgebauten Schöppenwinkel entschieden (die LVZ berichtete).

Wie es bei der Hasenheide weitergeht ist in mehrfacher Hinsicht ungewiss. Zum einen hat in diesem Jahr eine bis 2020 andauernde neue Förderperiode begonnen. Ob Dölzig in dieser überhaupt Nutznießer sein kann, ist offen. Bekanntlich hatte sich die Möglichkeit - im Gegensatz zu den nördlichen Gemeinden - im Ile-Programm Geld für diesen Schkeuditzer Ortsteil beantragen zu können, im letzten Förderzeitraum von 2007 bis 2013 erst 2011 ergeben.

Ein zweiter Punkt, der die laut Gansel rund 70 Anwohner der Hasenheide im Unklaren lässt, ist ein derzeit noch in Bearbeitung befindliches Straßenausbau- und -zustandskonzept, wie Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) auf Anfrage der LVZ mitteilte. Dieses Konzept soll der Verwaltung ein Dokument in die Hand geben, in welchem der Zustand der Straßen, deren Klassifizierung, notwendige Maßnahmen und deren Auswirkungen ersichtlich sind. Auch die Auswirkungen bei anderen oder gar keinen Maßnahmen sollen erkennbar sein. Zudem spielen Abschreibungsdauer und Nutzungsdauer im Konzept eine Rolle. Grundlage sind Daten, die zur Erstellung der Eröffnungsbilanz erfasst worden waren. "Ich bin zuversichtlich, dass wir das in diesem Jahr noch schaffen", sagte Enke und erwähnte, dass rund ein Drittel der Daten eingearbeitet sei.

Der Zustand der Hasenheide sei in der Verwaltung durchaus bekannt. Es gebe aber viele Straßen in Schkeuditz und den Ortsteilen, die einen Ausbau verlangen. Dieser birgt in der Hasenheide ein zusätzliches Problem: Ein schon ausgebautes Teilstück zwischen der Frankenheimer Straße und der Straße Am Burgstädtel ist inklusive der Abwasserleitungen scheinbar zu hoch angelegt. "Damit das Wasser in die Kanalisation kann, müsste es bergauf über die Straße fließen. Das macht es aber nicht und staut sich vor unseren Grundstücken", schilderte Gansel.

"Es passiert doch nichts. Ich mache meine Einfahrt zu", sagte Nachbar Rolf Dindinger resignierend. Damit meint er jene Stelle die hinab zu seiner Garage führt, an der Straße zumauern zu wollen. Wie Gansel hat auch er eine Wasserpumpe im Keller stehen, die anspringt, sobald ein Schwimmer den Kontakt auslöst. Das ist in diesem Jahr schon mehrfach passiert. Gansel möchte seine Garage noch nutzen und will deshalb auch wegen des Drecks weiterhin eine anständige Straße.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.09.2014
Roland Heinrich

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Die Leitung des Sächsischen Krankenhauses (SKH) Altscherbitz ist wieder komplett: Anfang des Monats hat Doreen Neu die Nachfolge von Manfred Helmar Lori angetreten, der mit 63 Jahren im Juni in den Ruhestand verabschiedet worden war (die LVZ berichtete).

19.05.2015

Am Samstag war die neue Schkeuditzer Schulsporthalle erstmalig Austragungsort eines internationalen Fechtturnieres. Mediziner aus neun Nationen hatten sich eingeschrieben, um bei den 18. Europäischen Fechtmeisterschaften für Medizinberufe ihre Meister zu ermitteln.

19.05.2015

Obwohl ein schmucker und behindertengerechter Fußgänger-Tunnel am Schkeuditzer Bahnhof die Unterquerung der Gleise ermöglicht, ließen gestern allerhand Leute die helle Unterführung links liegen.

19.05.2015
Anzeige