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Schkeuditz Seit zehn Jahren ist Tower in Betrieb
Region Schkeuditz Seit zehn Jahren ist Tower in Betrieb
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05:00 23.03.2010
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Schkeuditz

Die Lichter, die das aus den späten 70er Jahren stammende Wohnhaus beleuchteten, wurden in jener Nacht abgeschaltet. Als Sitz der Verwaltung und als Tower des Flughafens Leipzig/Halle ist das Gebäude an der Südbahn umfunktioniert worden und hatte am 23. März 2000 sein Schuldigkeit getan. Zeitgleich mit der Abschaltung wurden im fertiggestellten, 73 Meter hohen Tower die Systeme hochgefahren und eines der modernsten Flugleitsysteme in Betrieb genommen. Bereits einen Tag später, am 24. März 2000 wurde die neue, 3600 Meter lange und 60 Meter breite Start- und Landebahn Nord feierlich eröffnet. Wie zuvor auch schon in Hannover, nahm die DFS die Errichtung des Towers für die Fluglotsen in Schkeuditz in die eigenen Hände. Bislang war es Aufgabe der Airports, dies zu tun. „Nach Hannover war das unser zweiter Tower“, erinnert sich Axel Raab, Pressesprecher der DFS. „Inzwischen haben wir Tower in Düsseldorf, Dresden, Berlin und Frankfurt“, sagt er. Der Schkeuditzer Tower war immerhin eine rund 45-Millionen-Mark-Investition. Gebaut wurde er nach Entwürfen des Architekten Franz Ondra, der sich bei einem internationalen Wettbewerb gegen elf Konkurrenten durchgesetzt hatte. Sein Entwurf, dem eine modulare Bauweise zu Grunde lag, diente bei sämtlichen DFS-Towern als Grundlage. Insgesamt 21 Fluglotsen der Deutschen Flugsicherung teilen sich rund um den Tower die Arbeit. Aus 65 Metern Höhe blicken fünf von ihnen im Drei-Schicht-Betrieb auf das Airport-Gelände. Die Höhe der Kanzel ist notwendig, damit die Messgeräte in der Glaskuppel jeden Fleck dieses weitläufigen Flughafenareals ohne Sichthindernis erfassen können. Inzwischen ist das damals hochmoderne Track-View genannte System, mit dem die Fluglotsen nicht nur die Bewegungen der Flugzeuge sondern auch die wichtigen Wetterdaten wie Windstärke und -richtung mit angezeigt bekamen, veraltet. „Das Phoenix-System ist hier schon seit einiger Zeit in Betrieb“, weiß Raab. Außer diverser Systemwartungen „sind keine weiteren baulichen Maßnahmen geplant“, ergänzt der DFS-Sprecher. Im letzten Jahr wurden am Schkeuditzer Tower 58905 Flugbewegungen registriert, wobei der 16. September mit 220 Starts oder Landungen der aufkommensstärkste Tag war. Entgegen dem deutschlandweiten Rückgang des Flugverkehrsaufkommens um 7,1 Prozent, stieg die Zahl der Flugbewegungen in Schkeuditz um 0,4 Prozent gegenüber 2008.

Roland Heinrich

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