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Schkeuditz Service für HL-komm-Kunden soll besser werden
Region Schkeuditz Service für HL-komm-Kunden soll besser werden
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07:42 08.06.2017
Da war die Welt noch in Ordnung, als im Januar 2016 feierlich der Auftakt für das Glasfaser-Projekt in Schkeuditz von HL Komm, den städtischen Gesellschaften und der Stadtverwaltung bekannt gegeben wurde. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz

Der Schkeuditzer Matthias Seifert schüttelt mit dem Kopf, wenn er auf das jetzt vorhandene schnelle Internet in Schkeuditz angesprochen wird: „Ich habe seit sechs Wochen keinen Telefonanschluss – und auch kein Internet“, sagt er. Nur sein Mobiltelefon sichere ihm Kommunikationsmöglichkeiten zu. „So kann das im Zeitalter von ,Industrie 4.0‘ doch nicht sein“, meint er. Doch genau solche Wartezeiten bei der Umstellung auf einen Anschluss der HL-Komm waren in Schkeuditz keine Seltenheit und scheinen es immer noch zu sein.

Im Alleingang hatte die Stadt Schkeuditz mit dem Tochterunternehmen Stadtwerke Schkeuditz (SWS) den Breitbandausbau geplant. Im vergangenen Jahr bauten die SWS mit dem Partner HL-Komm in der Kernstadt und verlegten Glasfaserleitungen. Seit November gibt es in der ganzen Stadt nun ein Breitbandnetz, dass zeitgemäße Geschwindigkeiten auf der Datenautobahn zulässt (die LVZ berichtete). Doch etwa genauso lange gibt es seit Inbetriebnahme des Netzes auch besagte Probleme beim Anschluss einzelner Kunden.

„Ich habe ungefähr 50 Mal bei der Hl-Komm angerufen. Wenn ich jemanden erreicht habe, hieß es, dass die Leitungen von der Telekom noch nicht freigegeben sind oder, dass keine freie Leitung da ist, dem Unternehmen also die Hände gebunden sind“, berichtet Seifert. Aber auch von der HL-Komm hätte schon längst ein Päckchen mit der notwendigen Hardware bei ihm eintreffen müssen. Er habe sich für einen Vertrag mit einem Router entschieden. Letzterer sei bis heute nicht da, obwohl eigentlich seit 18. April der neue Vertrag gelten sollte. „Vor etwa einem Jahr hatte ich bei der HL-Komm angekündigt, dass mein Vertrag im April ausläuft und einen Vertrag mit dem Unternehmen abgeschlossen. Natürlich hatte ich gehofft, dass bei solcher Vorlaufzeit zum Termin alles funktioniert“, schildert der Modelwitzer. Doch noch immer warte er.

Dass eine Umstellung aber auch funktionieren kann, hat Seifert im Nachbarhaus erlebt: „Bei meiner Mutter hat alles geklappt – zum Glück“, sagt Seifert. Denn der Modelwitzer ist selbstständig, arbeitet eigentlich von zu Hause aus und weicht nun hin und wieder ins Nachbarhaus aus. „Wenn es diese Möglichkeit nicht gäbe, wäre ich aufgeschmissen“, sagt er.

„Ganz offen: Der Start in Schkeuditz lief auch aufgrund der äußeren Umstände nicht so, wie wir das von uns selbst erwarten und gewohnt sind“, gibt HL-Komm-Sprecher Hannes Lindhuber zu. Konkret sah das für die ersten Breitband-Privatkunden so aus, dass von der Telekom nur 20 Anschlussstellen pro Woche umgeschaltet worden sind. Bei weit mehr Neukunden der HL-Komm entstanden entsprechende Wartezeiten, in denen der Anschluss zwar abgemeldet, für den neuen Vertrag aber noch nicht freigegeben war. Als „verstärktes Gesprächsaufkommen über das übliche Maß“ registrierte die HL-Komm den Missmut der Schkeuditzer in ihrer Servicestelle.

Dort soll es auch wegen der Wartezeiten nun eine Aufstockung geben. „Im Moment ist unsere oberste Priorität, den Service und die Bearbeitung der Kundenanliegen so schnell und so gut zu machen, wie es das Netz bereits ist“, meint Lindhuber. Deshalb habe die HL-Komm eine „Taskforce“ mit einem zusätzlich abgestellten Projektmanager eingesetzt, informiere die Haushalte noch einmal mit dem Wichtigsten und stocke das Projektteam mit weiteren Spezialisten aus der Zentrale in Leipzig auf. Auch das Personal für den telefonischen Service werde nach und nach deutlich aufgestockt. „Die Kundenbetreuung wird sich deutlich verbessern“, verspricht Lindhuber.

Auch die Kooperation mit den bisherigen Netzbetreibern habe sich verbessert. Umfänglich befriedigende Lösungen gibt es jedoch noch nicht.

Von Roland Heinrich

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