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Schkeuditz Slalom fahren statt Gussteile heben
Region Schkeuditz Slalom fahren statt Gussteile heben
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06:00 04.09.2010
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Leipzig/Dölzig

Dort tritt er vom 23. bis 25. September gegen 59 andere Teilnehmer an, die sich gleichfalls bei regionalen Vorausscheiden durchgesetzt hatten.

„Du musst einen guten Tag haben und der Gabelstapler muss dir liegen“, beschreibt René Pyka, was für ihn zu den Erfolgskriterien gehört. Bereits zum sechsten Mal hatte er sich an den Vorausscheiden zum sogenannten Staplercup beteiligt und jetzt zum zweiten Mal die Deutsche Meisterschaft erreicht. Die Disziplinen für den Wettbewerb sind vielfältig: vom Slalom fahren bis zu Paletten umschichten ist alles dabei. „Konzentration und Fingerspitzengefühl sind da ungemein wichtig“, sagt Pyka. Und jedes Jahr denken sich die Organisatoren neue Parcours aus. Drei gilt es in möglichst kurzer Zeit zu absolvieren, hinzu kommt ein Theorieteil. In einem schriftlichen Test werden Kennzahlen wie beispielsweise Lastgewicht oder PS-Zahl der Stapler abgefragt.

Auch auf das Gabelstapler-Modell komme es an. „Ob ich einen Diesel oder Elektro-Gabelstapler fahre, ist schon ein Unterschied“ , gibt der Dölziger zu bedenken. Viele Teilnehmer arbeiten in ihren Betrieben mit Elektro-Gabelstaplern und fahren bei Wettbewerben mit Dieselmodellen. Manchmal könne dies ein Nachteil sein. So sei die Eingewöhnung auch Teil des Wettbewerbs. Beim Finale in Aschaffenburg gilt ab dem Viertelfinale das K.-o.-System, bei dem zwei Fahrer gegeneinander antreten und nur der beste weiter kommt.

Pykas Arbeitsalltag bei der Firma Georg Fischer GmbH in Leipzig sieht indes anders aus. Er arbeitet dort in der Gießerei. Einen Tag in der Woche bedient der gelernte Maschinenformer den Gabelstapler. Die gegossenen Teile müssen für den Transport gestapelt werden. „Ansonsten arbeite ich an der Gießmaschine und bediene den Formautomat, bei dem flüssiges Eisen in Formen für Achsen oder Drehkränze gegossen wird“, erzählt Pyka. Der Betrieb produziert diese Gussteile ebenso wie Motoren für Busse und Nutzfahrzeuge, erklärt Personalchef Uwe Fröhlich. „Die Betriebsleitung unterstützt das Engagement ihres Mitarbeiters“, so Fröhlich weiter. „Als noch samstags gearbeitet wurde, haben wir Herrn Pyka dafür freigestellt“, sagt Fröhlich.

Gefragt nach dem Training, gibt Pyka eine erstaunliche Antwort: „Ich trainiere nicht viel für die Wettbewerbe. Mir macht es einfach Spaß, daran teilzunehmen. Zu den Ausscheiden melden sich auch viele Gabelstaplerfahrer an, die bei Brauereien und Getränkebetrieben arbeiten.“ Dort seien die Konkurrenten täglich mit ihrem Gefährt unterwegs, hätten mehr Erfahrung und schnitten dementsprechend besser ab. „Aber nicht zwangsläufig“, sagt Pyka einschränkend und lächelt.

Einmal brachte er schon den Pokal nach Hause. Das war bei der ersten Teilnahme nach dem Finale 2005, sagt er und ist etwas stolz. Für die Meisterschaft vom 23. bis 25. September hat Pyka sich kein ganz so hohes Ziel gesteckt: „Ein Platz unter den ersten zehn wäre schön, aber der Spaß an der Sache ist wichtig.“Alexander Ilg

Alexander Ilg

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