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Schkeuditz So hat Schkeuditz gewählt: AfD liegt knapp hinter der CDU
Region Schkeuditz So hat Schkeuditz gewählt: AfD liegt knapp hinter der CDU
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11:15 25.09.2017
Das Wahlergebnis in Schkeuditz. Quelle: Patrick Moye
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Schkeuditz

Mit „geschockt“ und „bedrückt“ beschrieben am Sonntagabend Kommunalpolitiker ihre Stimmungslage beim Einlaufen der Wahlergebnisse im Schkeuditzer Ratssaal. Teilweise lag die AfD sogar prozentual knapp vor der CDU. „Mit diesem Ergebnis in dieser Größenordnung habe ich nicht gerechnet. Im Grunde sind wir alle Verlierer“, sagte der Schkeuditzer CDU-Ortschef Manfred Heumos. Auch Herbert Stascheit von der Linkspartei schüttelte angesichts des AfD-Wahlerfolges nur den Kopf: „Die Tendenz war zwar abzusehen, aber in dieser Dimension habe ich es nicht erwartet.“

AfD schneidet unerwartet gut ab

Sowohl in Schkeuditz als auch in Taucha waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht alle Wahlbezirke ausgezählt. In beiden Städten gab es zudem über 2000 Briefwähler. Am Ende manifestierte sich das sich nach und nach abzeichnende Resultat als vorläufiges Endergebnis. Danach wird die AfD mit 26,6 Prozent zweitstärkste Kraft hinter der CDU (29 Prozent), gefolgt von den Linken (14,6 Prozent) und der SPD (12.5 Prozent).

So hat Schkeuditz gewählt. Quelle: Patrick Moye

Mit dem Glockenschlag der Rathausuhr hatte Gina Schallert die Tür zum Schkeuditzer Wahlbüro 020 geschlossen. Da war es Punkt 18 Uhr. „Ich erkläre die Wahl für beendet“, sagte die Wahlvorsteherin ihren ehrenamtlichen Mitstreitern. Flugs wurden die Wahlkabinen zusammengefaltet und Tische zusammengerückt. Schallert öffnete die Wahlurne und kippte mit einer Helferin die Stimmzettel auf einen Tisch, um dann mit der Auszählung zu beginnen. So dürfte sich vielerorts in Schkeuditzer Wahlbüros ähnlich abgespielt haben.

Schlangen vor den Wahlbüros

In dem Wahlbüro in den Schkeuditzer Rathausarkaden herrschte fast den ganzen Tag über Betrieb. Vormittags standen die Wähler sogar Schlange. „Wir sind da wieder gegangen und haben nun gegen 17 Uhr einen neuen Anlauf genommen“, sagte Lars Fichtner (41). Nicht wählen zu gehen sei für ihn und seine Lebensgefährtin Bernadett Blumrich (37) nicht infrage gekommen. „Gerade in diesem Jahr ist es doch wichtig, wählen zu gehen, wo es doch darum geht, wer die drittstärkste Kraft im Land wird“, sagte die Einzelhandelskauffrau. Das sah ihr Begleiter ebenso, wobei er diese Frage spannender finde als den gesamten, „unspektakulären“ Wahlkampf zuvor.

Von Olaf Barth

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