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Schkeuditz Spundwände an der Luppe bleiben vorerst
Region Schkeuditz Spundwände an der Luppe bleiben vorerst
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06:00 07.08.2010
Vermutlich noch Jahre wird die Spundwand im Luppe-Deich zu sehen sein. Quelle: Michael Strohmeyer
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Schkeuditz

Auf Initiative der Landestal­sperren­verwaltung (LTV) wird der rechte Deich des Flusses Neue Luppe instandgesetzt beziehungsweise teilweise neu errichtet. Entlang der im letzten Jahr errichteten Spundwand am Naturschutzgebiet Papitzer Lachen jedoch wird sich auf Jahre der Anblick nicht ändern.

„Um auch künftig einen ausreich­enden Hoch­wasserschutz zu gewährleisten, sind die Arbeiten notwendig“, heißt es in einer Mitteilung der KWL zu laufenden Sanierungsarbeiten am Deich der Neuen Luppe auf Leipziger Gemarkung im Ortsteil Lützschena-Stahmeln. Derzeit sei hier der Deich in einigen Bereichen durchlässig und in dem Deichabschnitt liegen Versorgungs­leitungen der KWL, die im Zuge der Sanierung umverlegt werden müssen.

Auch auf Schkeuditzer Flur ist der Deich aufgeweicht. Dies hatte bereits im Herbst LTV-Pressesprecherin Sandra Kundel der LVZ bestätigt. Auf einer Länge von etwa 1100 Metern wurden deshalb im November 2009 Stahlspundwände entlang der Neuen Luppe als Notsicherung vor dem rechten Deich in den Boden geschlagen und sorgten bei der Bevölkerung wegen ihres unansehnlichen Anblicks für Unmut.

Es sei eigentlich eine Sanierung des Dammes notwendig, die finanziellen Mittel dafür stünden aber nicht zur Verfügung, erklärte schon damals die Pressesprecherin und erteilte der Hoffnung eine Absage, dass der Anblick nur kurzzeitig zu ertragen sein muss. Jetzt wurde dies von der LTV bekräftigt. Es gebe eine räumliche Abgrenzung der beiden Vorhaben, erklärt Britta Andreas, Sachbearbeiterin für Öffentlichkeitsarbeit bei der LTV. „Die Bearbeitungsgrenze ist die Stadtgrenze zwischen Schkeuditz und Leipzig. Das Gebiet der Spundwände gehöre zu Schkeuditz. „Lützschena-Stahmeln ist ein Stadtteil der Stadt Leipzig. In diesem Bereich soll in den Jahren 2010 bis 2011 abschnittsweise die Instandsetzung des rechten Deiches an der Neuen Luppe durchgeführt werden“, erklärt Andreas für das Leipziger Gebiet die Vorhaben. „Für die Instandsetzung des Deiches im Schkeuditzer Abschnitt muss ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt werden. Dazu werden derzeit umfangreiche naturschutzfachliche Untersuchungen durchgeführt“, erklärt die Mitarbeiterin der LTV weiter. „Erst auf Grundlage dieser Ergebnisse können die Antragsunterlagen erstellt werden. Die Dauer des Planfeststellungsverfahrens, welches im Jahr 2011 begonnen werden soll, kann derzeit nicht eingeschätzt werden“, ergänzt sie.

Was die Sanierung des Deiches auf der Gemarkung Schkeuditz einmal kosten wird und welche Arbeiten am Damm dabei notwendig sind, kann nicht gesagt werden: „Das Vorhaben befindet sich noch in der Vorplanung. Aussagen zum notwendigen Sanierungsaufwand sind derzeit noch nicht möglich und noch können keine Kosten für die Umsetzung der Maßnahme benannt werden“, erklärt Andreas.

Laut KWL kostet deren gesamte Baumaßnahme in Lützschena-Stahmeln knapp 1,6 Millionen Euro. Das Unternehmen trage einen Anteil von 13 Prozent, den Rest zahle die LTV des Freistaates Sachsen. Bis voraussichtlich Ende Oktober werde eine 60 Zentimeter starke und 520 Meter lange Abwasserdruckleitung, eine 80 Zentimeter starke und 420 Meter lange Trinkwasserleitung sowie ein ebenso langes Steuerkabel in den neuen Fahrweg am Fuß des Deiches verlegt, teilen die KWL weiter mit.

Während in Lützschena nun der Rad- und der Fußweg über die Deichanlage während der Zeit der Bauarbeiten gesperrt sind, können diese Wege auf Schkeuditzer Gebiet zumindest noch benutzt werden. Die Tour entlang der Luppe wird trotz der auf unbestimmte Zeit zu sehenden Spundwände von Schkeuditzern weiterhin gern genutzt. Roland Heinrich

Roland Heinrich

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