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Schkeuditz Stadt beseitigt Sanddorn-Plage am Schladitzer See
Region Schkeuditz Stadt beseitigt Sanddorn-Plage am Schladitzer See
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13:55 19.05.2015
Die ersten Sanddornbüsche wurden bereits entfernt. Die Rodung an diesem Ufer bei Wolteritz soll sich zunächst über 200 Meter erstrecken. Quelle: Olaf Barth

"Die Wurzeln wachsen unter den Wegen und drücken den Asphalt nach oben. Wir müssen allein schon aus Sicherheitsgründen etwas gegen diese Zerstörung tun", begründete jetzt Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler) die in den Augen von Spaziergängern und Naturfreunden radikal erscheinenden Maßnahmen.

In der Tat gleichen manche Stellen auf den asphaltierten Strecken einer Buckelpiste. Risse und kleine Asphalthügelchen zeigen deutlich, wo sich Wurzeln ihren Weg bahnen und durchbrechen. "Als von der LMBV im Zuge der Rekultivierung auf vielen Flächen der Sanddorn angebaut wurde, war es gut gemeint, weil damit eine schnelle Begrünung vonstatten gehen sollte. Doch Wind und Tiere haben diese Pflanze nun so breit getragen und auch an die Wegeränder verteilt, dass sie nun Probleme macht", erklärte Dornbusch. Früher bereits habe die für die nach dem Bergbau zuständige LMBV die Wege geglättet, aber nicht die Ursachen beseitigt. Inzwischen liege die Verantwortung bei der Stadt, die das Problem nun konsequent angehen müsse.

"Zunächst werden wir hier am Wolteritzer Abschnitt an der Westseite des Sees eine 200 Meter lange Wege-Strecke vom Sanddorn mittels mechanischer Bekämpfung befreien. Weitere 200 Meter folgen an der Südseite. Das Ergebnis werden wir dokumentieren und gegebenenfalls im Frühjahr noch eine chemische Bekämpfung durchführen", schilderte Dornbusch das Vorgehen. Alle Maßnahmen seien mit der Unteren Naturschutzbehörde im Landratsamt Nordsachsen abgestimmt. "Die Behörde hat zugestimmt. Auch der chemischen Bekämpfung, für die es ein vom Landkreis zugelassenes Unternehmen gibt. Wenn die Maßnahmen wirken, werden wir uns im nächsten Winter weitere Strecken vornehmen, vor allem dort, wo der Sanddorn die Wege zerstört", so Dornbusch.

Der jetzt produzierte Abschnitt verbleibt etwas abseits angehäuft an Ort und Stelle. Daraus soll eine Art Benjeshecke als Rückzugsgebiet für Vögel und Insekten werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 12.12.2014
Olaf Barth

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