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Schkeuditz Stadt klagt nicht gegen Parkplatz-Geschäfte
Region Schkeuditz Stadt klagt nicht gegen Parkplatz-Geschäfte
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06:00 01.03.2010
Brach liegende und verlassene Grundstücke in Freiroda werden samt Shuttle-Service von Geschäftsleuten als günstige Parkplätze für Flugreisende angeboten. Quelle: Olaf Barth
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Freiroda

So blieb Schkeuditz nur der Klageweg.

Am späten Dienstagabend entschied der Technische Ausschuss nun, auf die Klage zu verzichten, teilte gestern Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) mit. „Ich begrüße die Entscheidung. Endlich sieht die Stadt ein, dass auch das Engagement kleiner Unternehmer belohnt werden muss und nicht nur das großer Investoren“, sagte gestern Immobilienhändler Wolfgang Steffen. Der 57-Jährige sitzt als berufener Bürger mit im Ausschuss, durfte aber beim Thema Klage wegen Befangenheit nicht mitmischen. Denn Steffen betreibt in Freiroda selbst einen solchen Parkplatz. Außer ihm ist in dem Ortsteil noch die Firma Park und Spar aktiv. Beide Anbieter buhlen samt Shuttle-Service mit kostengünstigen Stellplätzen in sonst nicht mehr genutzten Vier-Seiten-Höfen um Flugreisende, denen die Parkplätze am Airport zu teuer sind. Zuletzt hatte allerdings auch der Flughafen immer wieder mit gesunkenen Parkplatz-Preisen geworben.Vor der Abstimmung im Technischen Ausschuss wollte Enke gemeinsam mit Ortsvorsteherin Birgit Gründling und dem Amtsleiter für Stadtentwicklung und Wirtschaft, Frank Wenzel, während einer Bürgerversammlung am Montagabend in Freiroda ein Stimmungs- und Meinungsbild zu diesem Thema erhalten. Ein klares Votum der sich äußernden Freirodaer gab es aber nicht. Einige sind strikt dagegen, weil sie befürchten, dass in den Höfen später auch ganz anderes Gewerbe angemeldet werden könnte und so der dörfliche Charakter gänzlich kippt und Freiroda nur noch Gewerbegebiet wird. Andere sagten, dass die parkenden Autos nicht stören und diese Nutzung immer noch besser sei, als an der Hauptstraße völlig verwilderte Höfe zu haben. Schließlich gab es noch die Unentschiedenen, die die Autos zwar nicht stören, die aber auch nicht möchten, dass damit künftig störendem Gewerbe die (Hof-)Tür geöffnet wird.Allerdings hatte Wenzel einen Weg aufgezeigt, wie dies verhindert werden könnte. Sollte sich abzeichnen, dass das Geschäft mit den Parkern ausläuft, könne die Stadt über die betreffenden Flächen einen Bebauungsplan mit Veränderungssperre legen. Damit ließe sich beeinflussen, dass sich dort kein die Anwohner mit Lärm, Schmutz und hohem LKW-Aufkommen störendes Gewerbe niederlässt. „Wir müssen die Entwicklung einfach im Blick behalten und dann rechtzeitig reagieren“, sagte Wenzel.

Olaf Barth

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