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Stadt stellt sich Airport-Antrag entgegen

Stadt stellt sich Airport-Antrag entgegen

Wie berichtet, will der Flughafen Leipzig/Halle das Verbot, in der Nacht Triebwerksprobeläufe außerhalb der dafür vorgesehenen Halle durchführen zu können, aufheben lassen.

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Vor allem die lauten Flugzeugtypen, wie diese Antonow 26, sorgen bei den Anwohnern für Ärger. Nun soll es mit eventuellen nächtlichen Triebwerksprobeläufen noch lauter werden.

Quelle: Roland Heinrich

Schkeuditz. Vertreten durch den Geschäftsführer Dierk Näther hat der Airport beim Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) als zuständiger Genehmigungsbehörde die Änderung seiner luftrechtlichen Genehmigung beantragt, teilte Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) jüngst den Stadträten mit.

Das Vorhaben des Flughafens ist kein neues. Schon im November 2013 sowie im März letzten Jahres informierte der Airport die Fluglärmkommission (FLK) über die Bestrebungen. Die Genehmigungsbehörde, also das SMWA, hatte auf Nachfrage aus der FLK die Rechtsgrundlagen des Verfahrens erläutert. "Zu gegebener Zeit" wird die Kommission in dem förmlichen Verfahren angehört, heißt es in einer Pressemitteilung.

In einer Informationsveranstaltung im Dezember antwortete Steffen Mäder, der Lärm- und Umweltschutzbeauftragte des Flughafens in Schkeuditz, auf Nachfrage, dass "bis zu sechs Triebwerksprobeläufe pro Monat zurzeit nachts durchgeführt werden". Rund 20 Prozent aller Triebwerksprobeläufe im Jahr seien das. 2014 habe es insgesamt 315 Probeläufe gegeben. Ebenfalls 20 Prozent könnten wegen meteorologischer oder technischer Gründe nicht in der dafür vorgesehenen Halle erfolgen und müssten tags im Freien stattfinden. So soll in begründeten Ausnahmefällen auch nachts verfahren werden.

"Wir sind dem Flughafen dankbar, dass er diese Informationsveranstaltung möglich machte", betonte Enke. So habe man ein besseres Verständnis bekommen, worum es eigentlich gehe. "Sollte der Antrag genehmigt werden, bedeutet das auf jeden Fall mehr Lärm. Wir müssen verhindern, dass der Antrag von der Genehmigungsbehörde befürwortet wird", sagte er zu den Stadträten. Denn die Schkeuditzer Räte müssen in Kürze die Stellungnahme der Stadt zu dem Antrag des Flughafens beschließen.

Grundlage für das Genehmigungsverfahren und auch für die Stellungnahme der Stadt sind die vom Flughafen eingereichten Unterlagen, deren Inhalt bisher noch unbekannt ist. "Wir erwarten den formulierten Antrag am 16. März", sagte der Oberbürgermeister. Ab da und bis zum 15. April werde das Papier dann im Bürgeramt, Amt für Stadtentwicklung und Wirtschaft, Zimmer 3.05, Rathausplatz 7, während der Öffnungszeiten zur Einsicht ausliegen. "Wir wissen nicht, wie viele Exemplare wir bekommen und wir kennen deren Umfang nicht", sagte Enke. Die Stadtverwaltung werde aber dafür sorgen, dass den Ortschaftsräten in Glesien und Radefeld je ein Leseexemplar zur Verfügung steht. Zu den Öffnungszeiten sollen die dann in der jeweiligen Ortsteilverwaltung ausliegen.

Zur fachlichen Begutachtung der Unterlagen werde die Stadt Dirk Grundke von der Gesellschaft für Akustik und Fahrzeugmesswesen mbH zu Rate ziehen. Er besitze durch seine Tätigkeit zur Lärmaktionsplanung in Schkeuditz neben den fachlichen auch die örtlichen Kenntnisse. Die Stellungnahme der Stadt Schkeuditz soll in der öffentlichen Sitzung des Stadtrates am 16. April beschlossen werden. "Ich fordere alle Stadträte, Bürger und die Initiativen auf, Hinweise und Einwände abzugeben", betonte Enke. Bei der Stellungnahme der Stadt können diese dann Berücksichtigung finden, wenn sie bis 5. April, 8 Uhr, vorliegen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.03.2015
Roland Heinrich

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