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Schkeuditz Stadt und Flughafen für mehr Lärmschutz
Region Schkeuditz Stadt und Flughafen für mehr Lärmschutz
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15:08 10.08.2010
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Schkeuditz

Die Gesamtlärmbelastung für die Bürger sei unerträglich geworden, heißt es in dem Brief, der jetzt der LVZ vorliegt.

Erst vorige Woche hatte die Landesdirektion Leipzig mitgeteilt, dass sie nach erneuter Überprüfung der Nachtfluglärmbelastung durch den Flughafen Leipzig/Halle derzeit keine Notwendigkeit weiterer Schutzauflagen sieht (LVZ berichtete). Grundlage dafür waren die von der Flughafen Leipzig/Halle GmbH vorgelegten Unterlagen. Doch werden weitere Lärmquellen wie Straßen-, Eisenbahn- und Bodenlärm berücksichtigt, sieht offenbar auch Flughafen-Chef Näther Handlungsbedarf. Besonders was den Bereich an den Schkeuditzer Stadtteilen Papitz und Modelwitz betrifft. So schlägt Näther gemeinsam mit Enke in dem Brief vom 14. Juli Ramsauer vor, eine Lärmschutzwand auf dem Bahndamm zu errichten, „die sowohl Schutz vor dem Lärm der Züge, der Straße, des Bodenlärms vom Flughafen und des Betriebslärms bei DHL bietet“.

Denn vor dem nördlichen Rand der Siedlungen, die gegenüber dem DHL-Gelände liegen, verlaufen auch die B 6 sowie die Bahnstrecke Leipzig/Halle. Dies zusammen sowie teilweise Verfehlung der Wirkung aktiver Lärmschutzmaßnahmen würden die Gesamtlärmbelastung für die Bürger trotz Inanspruchnahme passiver Lärmschutzmaßnahmen unerträglich machen, heißt es in dem Schreiben. Deshalb wird auch um ein Gesprächstermin bei Deutsche-Bahn-Vorstandschef Rüdiger Grube gebeten.

Sowohl der Flughafen als auch die Stadtverwaltung wussten gestern nicht, ob bereits eine Antwort aus Berlin eingetroffen ist. Nach der Ferienzeit müsse mancher Brief erst noch geöffnet werden. „Ich bin auch noch nicht durch. Aber wir hoffen, Herr Ramsauer und die Deutsche Bahn machen mit oder zeigen Wege auf, wie die Gesamtlärmsituation verbessert werden kann“, sagte Enke.

Im Ministerium wird eine den Brief betreffende LVZ-Anfrage noch bearbeitet. Die Deutsche Bahn (DB) antwortete bereits. Mit Grube sei momentan kein Termin geplant. Und eine Lärmschutzwand könne erst vorangetrieben werden, wenn die Finanzierung seitens des Bundes geregelt ist, teilte Sprecherin Änne Kliem mit. Denn Lärmschutz an bestehenden Strecken bedarf der Finanzierung des Bundes. Zudem verwies sie auf den bereits bestehenden „engen Austausch mit der Stadt Schkeuditz zum Thema Lärmreduzierung“ und empfahl der Stadt, über das „Freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes“ eine Lärmreduzierung an diesem Eisenbahnabschnitt zu erreichen.

Olaf Barth

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