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Stadt verkauft Dölziger Immobilie

Stadt verkauft Dölziger Immobilie

Der Heimatverein Dölzig und die Außenstelle des Schkeuditzer Rathauses müssen sich in Dölzig ein neues Quartier suchen. Denn die Stadt will die bisher genutzte Immobilie zügig verkaufen.

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Zurzeit sind hier in der Dölziger Paul-Wäge-Straße 15 noch Heimatverein, Ortsteilverwaltung, Bibliothek und ein Lager des Kaninchenzuchtvereins untergebracht. Jetzt soll das städtische Gebäude verkauft werden. Das Denkmal würde dann auf den Friedhof umgesetzt.

Quelle: Olaf Barth

Dölzig. Doch die Nachfolgeregelungen scheinen schon geklärt. Das Ortsteilzentrum soll ausgebaut werden. Die Vereine des Ortes wollen in der Übergangszeit enger zusammenrücken.

Endgültig entscheiden heute die Stadträte über die Erweiterung des Dölziger Ortsteilzentrums. Denn in der um 19 Uhr beginnenden öffentlichen Sitzung im Ratssaal steht eine entsprechende Beschlussvorlage auf der Tagesordnung. "Als Ortschaftsrat stehen wir hinter dem Projekt und hoffen, dass das der Stadtrat ähnlich sieht, auch wenn das Kosten bedeutet. Wir sind froh, dass wir mit den Vereinen eine Übereinkunft für die Übergangsphase und das künftige Miteinander gefunden haben. So kann jetzt etwas Dauerhaftes geschaffen werden", sagte gestern der Dölziger Ortsvorsteher und Stadtrat Lothar Böttcher (Freie Wählervereinigung Dölzig).

Hintergrund des Vorhabens ist die Absicht der Stadt, sich von Immobilien zu trennen und dadurch notwendige Sanierungs- und laufende Unterhaltskosten zu sparen. Vor allem bei Objekten, die nicht regelmäßig und nur teilweise genutzt werden. "Wir haben in Dölzig zu viele Immobilien und gerade bei der Ortsteilverwaltung, in der auch der Heimatverein sein Domizil hat, einen zu großen Investitionsbedarf", erklärte diese Woche Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler). Zu den städtischen Immobilien in Dölzig zählen die Kindertagesstätte, die Grundschule, die Turnhalle, ein altes und ein neues Feuerwehr-Gerätehaus, der Jugendklub, die Ortsteilverwaltung und das Ortsteilzentrum.

Da es für die Ortsteilverwaltung in der Paul-Wäge-Straße 15 einen Kaufinteressenten gibt, soll nun bis Jahresende das Gebäude geräumt werden. Die Bibliothek und die Ortsteilverwaltung samt Angebot mit dem Bürgerkoffer ziehen in das jetzige Ortsteilzentrum in der Siedlung West 1a ein. Dort können für diese Belange der kleine und der große Versammlungsraum genutzt werden. Für den Heimatverein wird als Zwischenlösung das alte Feuerwehrgerätehaus in der Bienitzstraße hergerichtet. "So ist das am Montag auch mit den Vereinen und den Kameraden besprochen worden. Es gab von allen Entgegenkommen und die Bereitschaft, Kompromisse bei der Nutzung der verbleibenden Immobilien mitzutragen", freute sich Enke. Die Feuerwehrleute machen Platz in ihrem alten Haus und die Sportler richten es terminlich so ein, dass künftig die Hühner- und Kaninchenzüchter ihre jährlichen Tierschauen in der Sporthalle durchführen können. Denn mit dem geplanten Umbau des Ortsteilzentrums gibt es keinen Platz mehr für die bisher dort durchgeführten Tier-Ausstellungen.Einzige Bedingung der Sportler: Die Halle wird von den Züchtern nach der Veranstaltung wieder in den vorherigen Zustand versetzt. "Ohne diesen Kompromiss müssten wir einen noch größeren Anbau planen, das wäre aber nicht effektiv", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler). Und der Anbau würde noch teurer werden. Bisher wird mit Kosten in Höhe von etwa 150 000 Euro gerechnet. Die Planungen dafür sollen nächstes Jahr über die Bühne gehen, der Baubeginn ist für 2015 vorgesehen. "Wenn sich der Stadtrat zu dem Vorhaben bekennt, dann ist das eine Selbstbindung mit hoher Priorität, unabhängig, wie die Wahl des Stadtrates nächstes Jahr ausgeht", sagte Enke.

Wenn der Heimatverein dann nach dem Umbau im Dachgeschoss des Ortsteilzentrums seine dauerhafte Bleibe bezogen hat, soll auch das alte Gerätehaus ebenso wie die Ortsteilverwaltung veräußert werden. Mit dem Verkauf der beiden Gebäude könnten laut Verwaltung geschätzte Sanierungskosten in Höhe von 493 000 Euro eingespart und für den geplanten Anbau am Ortsteilzentrum genutzt werden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.09.2013

Olaf Barth

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