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Stadt will 2015 Mühlstraßen-Ausbau

Stadt will 2015 Mühlstraßen-Ausbau

Schon für dieses Jahr hatte Schkeuditz Geld für den Ausbau der Mühlstraße im Haushalt eingeplant. Mehr noch: Es war sogar vom Baustart an jenem innerstädtischen B-186-Abschnitt die Rede.

Schkeuditz. Jetzt erwähnte Bürgermeister Lothar Dornbusch (Freie Wähler), dass hier eine Investition von rund 450 000 Euro für 2015 geplant ist. Ein Termin, der bisher nicht feststeht.

Während sich das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) bezüglich des Ausbaus der Mühlstraße im Schkeuditzer Süden zu keiner auch nur vagen Terminangabe hinreißen lässt (die LVZ berichtete), rechnet die Stadt Schkeuditz im Jahr 2015 mit einem Baustart. Das geht aus einer informierenden Rede hervor, die Bürgermeister Dornbusch anlässlich der städtischen Seniorenweihnachtsfeier in der Radefelder Turn- und Festhalle vor rund 170 Rentnerinnen und Rentnern hielt. "Für die Stützmauer, die Gehwege und die Straßenbeleuchtung sollen im Jahr 2015 451 000 Euro investiert werden", hieß es darin. Dabei handelt es sich beim Jahr 2015 lediglich um Planungen für den Haushalt, erklärte Stadtsprecher Helge Fischer, dass dies auch terminlich so passiert.

Bei der gemeinschaftlichen Baumaßnahme vom Lasuv und von der Stadt sind ebenfalls die Kommunalen Wasserwerke Leipzig (KWL) mit im Boot. Die hatten im Juli erklärt, dass sie die Schächte, die zur Mischwasserleitung führen, sanieren werden, wenn der Ausbau des B-186-Teilstücks im Gange ist. Auch die Mischwasserleitung selbst werde erneuert, sagte gestern Katja Gläß von den KWL. Die Schachthöhen der Einläufe müssten dann an die Höhe des neuen Straßenbelags angepasst werden, erklärte KWL-Sprecher Thomas Flinth. "Die Entwurfs- und auch die Genehmigungsplanung sind bereits gelaufen", informierte Gläß gestern. Auch bei den KWL geht man vom Bau 2015 aus und läuft damit beim Vorhaben mit der Stadt konform. Wenn das Lasuv zu einem Termin rufe, würden die Planungen konkretisiert. Der Ruf ist bei den KWL bisher nicht eingetroffen.

Peter Welp, Sprecher der Lasuv-Zentrale in Dresden, kann nicht sagen, wann der Ausbau der Mühlstraße stattfinden wird. "Die Straße muss zunächst im Verkehrswegeplan aufgenommen werden. Erst dann kann man über Termine reden", meinte er auf Anfrage der LVZ. Der Bundesverkehrswegeplan (BVWP) kann damit jedoch nicht gemeint sein, wie Florian Schaefer, Pressesprecher im Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (SMWA) gestern richtigstellte. Das Ministerium hatte im September Straßenbauprojekte für jenen BVWP gemeldet, der 2015 beschlossen werden soll. Da ist zwar der Ausbau der B 181 von der A 9 bis zur Stadtgrenze Leipzigs enthalten, die B 186 ist aber weder mit dem Vorhaben der Verlegung nördlich des Elster-Saale-Kanals noch mit dem Ausbau in der Mühlstraße vertreten.

Das muss sie auch nicht: "Bei beiden genannten Vorhaben handelt es sich um einen sogenannten Ausbau im Bestand. Solche Maßnahmen sind im Gegensatz zum Beispiel zu Neubauvorhaben nicht Gegenstand des BVWP und müssen deshalb auch nicht dafür angemeldet werden", erklärte Schaefer.

Im Umkehrschluss könnte das heißen, dass Schkeuditz mit dem Jahr 2015 gar nicht so verkehrt liegt. Denn "im Zuge der Vorentwurfsbearbeitung gab es bereits Abstimmungen mit der Stadt zur Gestaltung des Museumsvorplatzes, zu Parkmöglichkeiten und zu einer Querungshilfe für Fußgänger und Radfahrer", informierte Welp. Neben der Straße sollen die Fußwege und die Straßenbeleuchtung erneuert und die Stützmauer an der Westseite zurückgebaut werden, informierte Dornbusch.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 07.12.2013
Roland Heinrich

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