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Schkeuditz Stadtbaum steht jetzt auf Malzfabrikgelände in Schkeuditz
Region Schkeuditz Stadtbaum steht jetzt auf Malzfabrikgelände in Schkeuditz
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12:37 24.10.2017
Georg Scholz hält die „Albanus-Linde“, während Familienmitglieder das Pflanzloch verfüllen. Mechthild Wildenauer (links) sorgte für die Umsetzung von Scholz’ Idee. Quelle: Foto: Roland Heinrich
Schkeuditz

Der Patron der Kirche in Schkeuditz ist allgegenwärtig: Sankt Alban ist im Wappen der Stadt, an der Giebelfront des Rathauses, in einem Straßen- oder Apothekennamen oder auch im Namen eines Wohnviertels zu finden. Einen Baum, der seinen Namen trägt, gab es in der Stadt bisher allerdings noch nicht. Das hat die Schkeuditzer Familie Scholz und Wildenauer jetzt geändert.

„Die Idee hatte ich schon vor etwa zwei Jahren“, sagte Georg Scholz. Der 84-Jährige war im August 1947 als 14-Jähriger von Schlesien nach Schkeuditz gekommen, erzählt er. „Dass das jetzt 70 Jahre her ist, ist nur ein Anlass für die Baumpflanzung“, erwähnte er. Der zweite ist seine Arbeit: 44 Jahre habe Scholz als Krankenpfleger im Altscherbitzer Krankenhaus gearbeitet. Und mit diesem habe der Pflanzort des Baumes durchaus eine Verbindung: Beim Abriss der Malzfabrik ist auch Bauschutt von Altscherbitz in die mehrere Stockwerke tief reichenden Keller gefüllt worden, weiß Scholz. Von der Wäscherei und vom Rittergut etwa lägen Reste unter des heutigen Park-Hügels am Stadteingang Nord. Somit gebe es auch eine Verbindung zu Scholz’ Beruf.

Für die jetzige Pflanzaktion hatte die Schwiegertochter Mechthild Wildenauer die organisierenden Fäden in der Hand. „Irgendwie hatten wir die Zeit verpasst, dann war schon wieder Frühjahr“, erklärte sie, warum zwei Jahre bis zur Umsetzung verstrichen. Aber jetzt habe man die Pflanzzeit abgepasst. Die Stadt habe die Pflanzung im öffentlichen Raum befürwortet und die Pflanzstelle markiert.

Von der Baumschule Oswald Müller aus Grebehna wurde sie dann angeliefert, die Kaiserlinde, die künftig als „Albanus-Linde“ gilt. Mit vereinten Kräften der elfköpfigen Gemeinschaft wurden Baum, Haltepflöcke, Erde und Wasser in das Pflanzloch gebracht. An Größe steht dort die Linde, die schon etwa zehn bis zwölf Jahre alt sei, ihren Nachbarn in nichts nach. Anschließend wurden vor Ort mitgebrachter Kuchen und Kaffee verzehrt. Dass letzteres zu einer alljährlichen Tradition wird, ist anzunehmen.

„Es hat durchaus schon Pflanzungen gegeben, die von Privatpersonen durchgeführt wurden“, bestätigte Helge Fischer von der Stadtverwaltung. Überrannt von derlei Anfragen wurde die Stadt aber bisher nicht. Für ein solches Vorhaben müsste bei der Stadt ein Antrag gestellt werden. Dann würde ein geeigneter Ort, der öffentlich zugänglich ist und an dem die Gewächse nicht stören können, gesucht, erklärte Fischer. Die Stadt selbst werde auf dem Gelände der einstigen Malzfabrik auch noch pflanzen: Zehn Bäume sollen dort für nicht angewachsene Birken in die Erde kommen, erwähnte Fischer.

Von Roland Heinrich

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