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Stadtwehrleiter Uwe Müller: "Wir halten uns gerade noch über Wasser"

Stadtwehrleiter Uwe Müller: "Wir halten uns gerade noch über Wasser"

Es ist Tradition: Im ersten Quartal des Jahres trifft sich die Schkeuditzer Gesamtfeuerwehr zu ihrer Jahreshauptversammlung im Kulturhaus "Sonne". Dabei wird Rückblick auf die Arbeit im vergangenen Jahr gehalten.

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In der "Sonne" trafen sich jetzt traditionell die Mitglieder der Schkeuditzer Feuerwehren zur ihrer Jahreshauptversammlung.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Die hohe Wertschätzung für das Ehrenamt zeigte sich auch dieses Mal durch die Anwesenheit führender Vertreter von Stadt, Kreis und Land, des Kreisfeuerwehrverbandes, der Flughafen-Feuerwehr und des zuständigen Polizeireviers. Ein Satz von Landrat Michael Czupalla (CDU) könnte als Überschrift über dem Abend stehen: "Die Freiwillige Feuerwehr ist die größte und positivste Bürgerbewegung in unserem Land." Dieses Lob traf den Nerv der Kameradinnen und Kameraden, die sich mit lautstarkem Beifall bedankten.

Zuvor hatte schon Stadtwehrleiter Uwe Müller in seinem Jahresbericht den aufopferungsvollen Dienst der Feuerwehrmänner und -frauen gewürdigt. Wie er mitteilte, gab es im zurückliegenden Jahr 272 Einsätze. Die Wehren in Schkeuditz, Dölzig, Radefeld, Glesien und Wolteritz wurden 153mal zu Technischen Hilfeleistungen gerufen, 58mal rückten sie zur Brandbekämpfung aus und 47mal wurden sie durch Brandmeldeanlagen alarmiert. Zur Bilanz gehören ebenfalls 14 Fehlalarme. Während des Juni-Hochwassers waren auch die Ortswehren Hayna und Gerbisdorf im Einsatz.

Als maßgebliche Stützpfeiler einer Feuerwehr bezeichnete Müller einen guten Ausbildungsstand, ausgezeichnete Technik und eine genügend große Anzahl von Mitgliedern. Letzteres sei äußerst kritisch zu bewerten. "Wir halten uns gerade noch über Wasser". Die Zahl von 122 aktiven Kameraden sei zwar nicht schlecht, aber es arbeiteten viel zu viele außerhalb der Stadt. Sie seien im Einsatzfall nicht verfügbar. Der Stadtwehrleiter wiederholte seinen Vorschlag, Arbeitgeber über Bund oder Land finanziell zu unterstützen, wenn sie ortsansässige Feuerwehrleute beschäftigen und für Einsätze und Lehrgänge freistellen. Er dankte allen Betrieben und Einrichtungen, die das bereits praktizieren. Uwe Müller richtete seinen Dank auch an die Schkeuditzer Stadträte für die Bereitstellung von Mitteln, an den Kreis für die Fördergelder und an alle, die mit Spenden helfen. Ebenso würdigte er die Unterstützung durch die Werksfeuerwehr des Flughafens, das Wirken der Alters- und Ehrenabteilung sowie den Rückhalt durch die Familienangehörigen.

Wie Müller fand auch Landrat Czupalla viele lobende Worte zur Jugendarbeit. Die Jugendwarte leisteten Hervorragendes, ebenso die Kreisausbilder. Er versicherte, dass die Feuerwehr weiterhin auf die finanzielle Hilfe durch den Landkreis zählen könne.

Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler): "Unsere Freiwillige Feuerwehr ist jederzeit einsatzbereit!" Dennoch teilte er die Sorgen um die Personalstärke. Man werde nach Wegen suchen müssen, bei ortsansässigen Arbeitgebern verstärkt um die Einstellung von Kameraden zu werben. Zum Abschluss der Veranstaltung wurden Kameraden ernannt und befördert oder für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 17.03.2014
Wolfgang Danigel

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