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Stadtwehrleiter fordert mehr staatliche Unterstützung für die Kameraden

Feuerwehrversammlung in Schkeuditz Stadtwehrleiter fordert mehr staatliche Unterstützung für die Kameraden

Zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schkeuditz nahm deren Leiter Uwe Müller erneut kein Blatt vor den Mund. Wegen des teilweise akuten personellen Notstandes in vielen Wehren richtete er einen eindringlichen Appell an Gesellschaft und Staat.

Bei den Auszeichnungen und Beförderungen wurde für 40 Jahre ehrenamtliche Tätigkeit und Einsatzbereitschaft Axel John geehrt. Mario Peters, Uwe Müller, Jörg Enke und Dieter Prochnow (von links) gehörten zu den Gratulanten.

Quelle: Michael Strohmeyer

Schkeuditz. Anlässlich der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schkeuditz nahm deren Leiter Uwe Müller erneut kein Blatt vor den Mund. Wegen des teilweise akuten personellen Notstandes in vielen Wehren richtete er einen eindringlichen Appell an Gesellschaft und Staat und forderte mit konkreten Vorschlägen mehr Unterstützung für die Kameraden.

Müller bezieht sicht auf sinkende Mitgliederzahlen in den Freiwilligen Feuerwehren und eine nachlassende Bereitschaft in der Bürgerschaft, sich für die Hilfe anderer selbst aktiv einzubringen. Das lasse bei ihm und vielen anderen Kameraden die Sirenen schrillen. „Es brennt bei den Feuerwehren! Muss es erst zu einer Katastrophe kommen, damit der Staat reagiert? Warum agiert er nicht?“, stellte Müller als große Frage in den großen Saal des Kulturhauses Sonne. Und schiebt gleich Beispiele nach, welche Anreize die große Politik schaffen könnte, damit das Engagement sowie Einsatzbereitschaft der Kameraden mehr gewürdigt und auch andere animiert werden, in die Reihen der Feuerwehren einzutreten: „Zusatzrenten für die Freiwilligen, Zuschüsse oder steuerliche Entlastungen für die Firmen, die Kameraden beschäftigen, Miet- oder Grundsteuernachlässe für Wohnraum sowie ein Grundfreibetrag von 2500 Euro für alle Kameraden.“ Diskutiert werde darüber bis in Regierungskreise hinein. „Doch wo bleiben die Ergebnisse? Wir haben Bedenken, dass das wieder auf die kommunale Selbstverwaltung runtergebrochen wird. Doch an der Basis in den Kommunen läuft die Arbeit bereits auf Hochtouren. Was fehlt, ist das ,Futter’ von ganz oben“, machte Müller klar.

So lobte er die Unterstützung seitens der Stadt Schkeuditz sowie des Stadtrates. Mit Hilfe von Fördermitteln hätte weiterhin Geld für die Verbesserung von Ausrüstung und Technik zur Verfügung gestanden. Mit zwei Neueinstellungen in der Stadtverwaltung im vorigen Jahr seien dort jetzt 13 Kameraden angestellt. Müller dankte ebenso allen Firmen, die Feuerwehrleute beschäftigen. Insgesamt schützten voriges Jahr 115 Einsatzkräfte in den Freiwilligen Feuerwehren Schkeuditz (45), Dölzig (28), Glesien (17), Radefeld (13) und Wolteritz (12) im Ernstfall Leben und Güter von Betroffenen. Vier Austritten aus den Wehren standen sieben Neuaufnahmen gegenüber, von denen vier aus den Reihen der Jugendwehren kamen. Im vergangenen Jahr gab es für die Gesamtfeuerwehr 284 Einsätze. Davon fuhren die Stützpunktfeuerwehr 162, Radefeld 58, Dölzig 42 sowie Glesien und Wolteritz je 11 Einsätze. Als Beispiele nannte Müller den Wohnungsbrand kurz nach Silvester sowie die zahlreichen Brandstiftungen im Februar und März. Auch Schwerlasttragehilfen, Ödlandbrände, Verkehrsunfälle, Türöffnungen, Tierrettungen, die Beseitigung von Verunreinigungen sowie zahlreiche von Brandmeldeanlagen ausgelöste Fehlalarme gehörten zum Einsatzalltag.

Alltäglich sei auch die ausgezeichnete Zusammenarbeit mit der Flughafenfeuerwehr, was Müller besonders würdigte. Am Ende wurden zahlreiche Kameraden geehrt und befördert.

Von Michael Strohmeyer

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