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Stadtwerke-Chef geht in Rente

Stadtwerke-Chef geht in Rente

In diesem Monat geht bei den Schkeuditzer Stadtwerken eine Ära zu Ende. Am 28. Februar übergibt der langjährige Geschäftsführer Eberhard Grünewald, Verantwortung, Schlüssel und Schreibtisch seinem Nachfolger Ingolf Gutsche.

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Stadtwerke-Geschäftsführer Eberhard Grünewald wünscht seinem Nachfolger Ingolf Gutsche alles Gute.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Die LVZ sprach mit beiden über die zurückliegende und künftige Entwicklung des Unternehmens. Frage: Mit Ihrem heutigen 65. Geburtstag wird der Abschied aus dem Berufsleben eingeläutet. Was bleibt Ihnen aus der Zeit bei den Stadtwerken besonders in Erinnerung?Eberhard Grünewald: Es war absolutes Neuland, als ich 1996 zum Unternehmen kam und es gemeinsam mit den Partnern aus Bühl weiter aufbaute. Zu ihnen haben wir heute noch ein freundschaftliches Verhältnis. Ich durfte mitgestalten, Neues schaffen. Das war eine echte Herausforderung. Wichtige Etappen waren da die Übernahme der Stromnetze von der damaligen Wesag und 2000 die komplette Übernahme des Gasnetzes. Ich gehe davon aus, dass unsere Arbeit erfolgreich war und bin hundertprozentig davon überzeugt, dass ich ein finanziell und technisch sehr gut aufgestelltes Unternehmen übergebe.Herr Gutsche, Sehen Sie das genauso?Ingolf Gutsche: Das Unternehmen ist eine Erfolgsgeschichte. Als Controler kann ich das nur bestätigen, ich habe da ja Einblick. Ich wusste ganz genau, worauf ich mich einlasse, als ich mich um die Stelle beworben habe.Was reizt Sie an diesem Job?Ingolf Gutsche: Ich will weiterentwickeln, was Herr Grünewald begonnen hat. Es gibt da einige Zukunftsprojekte. Zum Beispiel gemeinsam mit der Schkeuditzer Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft eine Nahwärme versorgung aufzubauen. Auch das Gasnetz wollen wir weiter ausbauen und uns bei der Regulierung der Energiemärkte gegen die Großen behaupten.Der scheidende Geschäftsführer hinterlässt seine Handschrift im Unternehmen. Jetzt der Generationswechsel an der Spitze – was geben Sie Ihrem Nachfolger mit auf den Weg?Eberhard Grünewald: Schwer zu sagen. Es wird immer Dinge geben, bei denen man dazulernt. Und jeder ist in der Lage, mit der ihm übertragenen Aufgabe zu wachsen. Was meine „Handschrift“ anbelangt: Es wird nichts im Alleingang erreicht. Man ist nur so gut wie jeder einzelne Mitarbeiter.Haben Sie Ihren Nachfolger selbst mit bestimmt?Eberhard Grünewald: Nein, dafür gab es ein Auswahlgremium. Ich durfte zwar beraten, hatte aber nichts mitzuentscheiden. Das blieb den Mitgliedern des Aufsichtsrates vorbehalten sowie der Bestätigung durch den Stadtrat. Aber ganz klar: Ich befürworte diese Entscheidung, es wurde eine gute Wahl getroffen.Herr Gutsche, wie wollen Sie denn das Unternehmen gegen die Großen der Branche konkurrenzfähig halten?Ingolf Gutsche: Wir müssen immer etwas flexibler sein als die Großen, gerade im Umgang mit den Kunden. Da hilft uns die örtliche Nähe. Bei uns wird niemand mehrfach in der Warteschleife eines Call-Centers landen. Auch müssen wir weiter versuchen, die Energiepreise wettbewerbsfähig zu gestalten. Ganz wichtig bleibt aber die regionale Einbindung. Das ist ein Standortvorteil.Was hat die Stadt, was haben die Schkeuditzer davon, dass die Kommune sich einen eigenen Energieversorger leistet?Eberhard Grünewald: Wir schreiben seit 1997 schwarze Zahlen, sind ein sehr potenter Steuerzahler. Inklusive Konzessionsabgaben und Gewinnausschüttung fließt jedes Jahr ein hoher sechsstelliger Betrag in die Stadtkasse. Es war eine hunderprozentig richtige Entscheidung der Stadträte, die Stadtwerke zu gründen.Ingolf Gutsche: Trotz der Liberalisierung des Marktes ist das Wechselpotenzial unserer Kunden sehr gering. Seit vielen Jahren bemühen wir uns um moderate Energiepreise. Wir bringen uns auch in das gesellschaftliche Leben der Stadt ein, sponsern fast jeden Sportverein, sind beim Neujahrskonzert und Stadtfest aktiv. Das wird auf jeden Fall fortgeführt.Fällt es dem Fast-Renter schwer, loszulassen?Eberhard Grünewald: Seit der Nachfolger-Entscheidung im Juli läuft der geordnete Übergang. Alle Entscheidungen, die über den 28. Februar hinausreichen, wurden mit meinem Nachfolger abgestimmt. Er muss nun mit der Verantwortung leben, ich werde mich in keiner Form zu seinen Entscheidungen äußern beziehungsweise Einfluss nehmen.Statt dessen machen Sie was?Eberhard Grünewald: Mit dem großen Grundstück in Leipzig und meinem achtjährigen Enkelkind habe ich genug Beschäftigung. Jetzt habe ich mehr Zeit für die Familie, die mir in den Jahren als Geschäftsführer immer Rückhalt gegeben hat. Interview: Olaf Barth Zur PersonNachdem Hans Riebel, Ex-Geschäftsführer der Stadtwerke Bühl, der den Grundstein der Stadtwerke Schkeuditz (SWS) legte, nach Bühl zurückgekehrte, übernahm Eberhard Grünewald als technischer Geschäftsführer die SWS, eine hundertprozentige Tochter der Stadt. Seit 1996 baute der gelernte Dipl. Ingenieur-Ökonom und Dipl. Elektro-Ingenieur, im Führungsduo mit Reiner Liebich aus Bühl, das Unternehmen weiter aus und ist seit 2000 alleiniger Geschäftsführer.Ingolf Gutsche übernimmt zum 1. März das Unternehmen mit 35 Mitarbeitern und insgesamt zirka 10000 Kunden. Der künftige Geschäftsführer ist Diplom-Kaufmann und seit 2000 als Controller dabei. Der gebürtige Schkeuditzer und einstige Kursdorfer ist 36 Jahre alt und hat eine vier Monate alte Tochter (Gutsche: „eine wunderschöne Aufgabe“). Als Ex-Schiedsrichter in der Handball-Oberliga wirft er ab und zu selbst noch ein paar Bälle im Senioren-Team.

Olaf Barth

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Bundesland: Sachsen

Landkreis: Nordsachsen

Fläche: 81,47 km²

Einwohner: 17.587 Einwohner (April 2017)

Bevölkerungsdichte: 216 Einwohner/km²

Postleitzahl: 04435

Ortsvorwahlen: 034204, 034205, 034207

Stadtverwaltung: Rathausplatz 3, 04435 Schkeuditz

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