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Stadtwerke-Gründer Hans Riebel gestorben

Stadtwerke-Gründer Hans Riebel gestorben

Aus traurigem Anlass reiste gestern eine Schkeuditzer Delegation mit dem Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) und dem Geschäftsführer der Stadtwerke Schkeuditz (SWS), Ingolf Gutsche, in die Partnerstadt Bühl: Hans Riebel, Gründer und Geschäftsführer der Schkeuditzer Stadtwerke, ist 87-jährig verstorben und wird heute auf dem Stadtfriedhof in Bühl beerdigt.

Schkeuditz. "Wir sind Hans Riebel zu großem Dank verpflichtet", sagte der Oberbürgermeister. Der Gründer der SWS sei maßgeblich dafür verantwortlich, dass das städtische Unternehmen heute derart erfolgreich dastehe, dass Schkeuditz davon profitiere.

Der 1926 im schweizerischen Bretzwil geborene Riebel erlernte, durch Militärdienst und Kriegsgefangenschaft unterbrochen, den Beruf des Elektromaschinenbauers. In den 1950er Jahren war er maßgeblich am Wiederaufbau des kriegszerstörten Kehler Hafens beteiligt und legte in dieser Zeit auch seine Meisterprüfung ab. Gegen Ende des Hafen-Aufbaus und auf der Suche nach neuen Aufgaben zog Riebel mit seiner Frau und den beiden Kindern Anfang der 1960er Jahre nach Bühl, wo er vom Bürgermeister Erich Burger die Leitung der dortigen Stadtwerke übertragen bekam.

In den Wirtschaftswunderjahren entwickelte sich Bühl zu einer Industriestadt; für den Energieverbrauch der großen Firmen Bosch und Luk stellte Riebel die Weichen. Zusätzlich baute der Stadtwerke-Chef die Wasserversorgung und das Stromnetz im Stadtgebiet sowie in den durch Eingemeindungen hinzugekommenen Gemeinden aus. 1990 übernahmen die Bühler Stadtwerke auch die Gasversorgung. Zahlen sprechen im Fall von Riebels Engagement eine eigene Sprache: Beim Antritt des Geschäftsführerpostens hatten das Bühler Unternehmen 16 Mitarbeiter. Als Hans Riebel in den Ruhestand ging, arbeiteten 70 Leute bei den Stadtwerken. Der Stromverbrauch stieg in diesen fast 30 Jahren von 7,5 Millionen auf 150 Millionen Kilowattstunden.

Nach nur einer Woche des Ruhestands folgte Hans Riebel 1991 dem Ruf Schkeuditz'. Hier nahm er mit dem Ziel, die Schkeuditzer Stadtwerke zu gründen, die Arbeit auf. Im Februar 1993 wurde er vom Schkeuditzer Stadtrat zum ersten Geschäftsführer der SWS gewählt. Deren erste Meilensteine waren am 1. Mai 1993 die Übernahme der Sparte Fernwärme und die Errichtung eines modernen Blockheizwerkes für das Neubaugebiete "Schkeuditz West". 1995 dann konnte die Stromversorgung in Schkeuditz durch die SWS übernommen werden. Nach langen Verhandlungen kam 2000 der Bereich Gasversorgung hinzu.

Hans Riebel habe auch am weiteren Werden der Stadtwerke großen Anteil gehabt und genoss in Schkeuditz hohe Anerkennung. Die Stadt und die Stadtwerke werden Riebel ein ehrendes Andenken bewahren, sagte Enke.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014
Roland Heinrich

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