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Schkeuditz Stadtwerke bieten dem Frost die Stirn
Region Schkeuditz Stadtwerke bieten dem Frost die Stirn
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09:34 29.01.2010
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. Mit „Anlage“ meint der 40-jährige Netzmeister das umgerüstete Blockheizkraftwerk (BHKW) in der Robert-Koch-Straße. Laut Geschäftsführer Eberhard Grünewald wurden hier voriges Jahr 1,2 Millionen Euro investiert. Als hätte man geahnt, was für ein doch eher ungewöhnlich strenger Winter bevorsteht. Anstelle der alten Heizkesselanlage ließ das Unternehmen einen Gasmotor und zwei moderne Brennwerttechnikheizkessel installieren. „Wir produzieren jetzt nicht nur Fernwärme, sondern auch Strom, den wir in unser Netz einspeisen“, erläutert Schmitz. Als Energieträger wird dabei von Mitgas geliefertes Erdgas genutzt. Das wiederum stammt größtenteils aus Russland oder aus der Nordsee.

Rund 4000 Schkeuditzer werden vom BHKW in der Robert-Koch-Straße mit Fernwärme versorgt. Und auch wer sonst noch privat oder als Unternehmen Gas als Energieträger nutzt, bekommt es von den Stadtwerken. „Wir haben keine Lieferengpässe, versorgen sicher. Natürlich, vor Havarien ist niemand gefeit. Aber toi, toi, toi dreimal Holz, bislang hatten wir keine Ausfälle. Aber wenn doch, dann sind wir sehr schnell vor Ort. Da kann ich für meine Kollegen nur eine Lanze brechen“, erklärt Grünewald.

Die Kollegen, das sind neben Schmitz auch Guyla Mezösi und Peter Gühlke. Sie haben Bereitschaftsdienste und die Aggregate und Kessel rund um die Uhr im Blick. Die moderne Anlage erlaubt jetzt auch eine Fernwartung und Überwachung vom Stützpunkt in der Edisonstraße aus. Überhaupt wird bei Störungen schneller alarmiert. „Selbst wenn einmal etwas ausfällt, ist die Technik so ausgelegt, dass das kompensiert werden kann und es nicht gleich zu Störungen in der Versorgung kommt“, versichert Schmitz. Das bekräftigt auch Manfred Kroppe. Der Vertriebs- und Marketingchef: „Wir können die Kältewellen gelassen überstehen, auch die kommende in der nächsten Woche. Im Gegensatz zu Kohle, bei der es bei Minusgraden immer mal zu Problemen kommen kann, sehen wir mit unseren Gaslieferungen keine Schwierigkeiten. Wie liefern Energie, und das funktioniert auch bei minus 20 Grad.“ Netzmeister Schmitz und seine Kollegen sind aber auch noch für kleinere Heizungsanlagen in der Stadt zuständig sowie für die Betriebsführung der großen Blockheizkraftwerke auf dem Flughafen und bei DHL.

Die für die Endverbraucher allerdings entscheidende Frage ist, ob aufgrund der großen Nachfrage nach Wärme mit Preiserhöhungen gerechnet werden muss. „Die Schkeuditzer werden im Rahmen dieses Winters nicht mit Preisänderungen rechnen müssen“, verkündet Grünewald. Im Frühjahr sei der Preis sogar gesenkt worden. Jetzt seien zwar die Netznutzungspreise und der Ölpreis wieder gestiegen, „doch das können wir noch abfedern“, so Grünewald. Dass die Kunden allerdings aufgrund des strengen Winters mehr Gas verbrauchen und deshalb höhere Betriebskosten haben, sei logisch. Bereits im Dezember habe sich angedeutet, dass der Winter zu rund 20 Prozent Mehrverbrauch führt.

Olaf Barth

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