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Stadtwerke geben Modellbahnern neues Zuhause

Stadtwerke geben Modellbahnern neues Zuhause

Die rund 20 Mitglieder der Interessengemeinschaft (IG) Modellbahn Schkeuditz haben für ihr gemeinsames Hobby nach langer Suche ein neues Domizil gefunden. Denn die Stadtwerke Schkeuditz (SWS) stellen den Hobby-Bastlern jetzt auf ihrem Gelände in der Edisonstraße ein seit Jahren als Lager genutztes Gebäude zur Verfügung.

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Vereinschef Reinhard Sperling (links) stellt Stadtwerke-Geschäftsführer Ingolf Gutsche (Mitte) eine im Bau befindliche neue Vereinsanlage der Spurgröße HO samt österreichischer Landschaft vor. Der zweite Vorsitzende Bernd Nitschack will daran ab September die Elektrik verlegen.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Zur feierlichen Schlüsselübergabe trafen sich deshalb gestern Nachmittag SWS-Geschäftsführer Ingolf Gutsche sowie die beiden Vereinsvorsitzenden Reinhard Sperling und Bernd Nitschack.

"Das ist ein tolles Entgegenkommen der Stadtwerke und eine echte Chance für den Verein, die Arbeit fortzusetzen. Wir sind glücklich, dass das geklappt hat", sagte Nitschack lächelnd. Und Sperling ergänzt: "Wir sind unheimlich erleichtert, hätten sonst ein massives Problem bekommen. Gerade für die Winterzeit fehlte uns ein beheizbarer Raum für unsere Anlagen, die Werkzeuge und das gemeinsame Weiterbauen." Alle anderen Bemühungen bei der Suche nach passenden Räumlichkeiten seien in den vergangenen neun Monaten vor allem an den Kosten gescheitert. "Private wollen ganz schnell reich werden. Die lassen dann ihre Räume lieber leer stehen, als sie uns für eine angemessene Miete zu überlassen", sagte Nitschack.

Bisher fand das Vereinsleben gleich neben dem alten Straßenbahndepot in der alten Villa statt. Die will die Stadtverwaltung aber verkaufen und informierte die Modellbauer darüber auch schon vor der offiziellen Kündigung. Gutsche erfuhr von der vergeblichen Suche nach einem neuen Quartier. Und da in dem 39-Jährigen offenbar auch das Herz eines Modellbahners schlägt, stellt er nun das ehemalige Verwaltungsgebäude ganz dem Verein zur Verfügung. "Ja, ich hatte als Kind auch eine Modellbahn. Die Loks der Spurbreite TT liegen bei uns oben auf dem Boden, die Anlage gibt es nicht mehr. Es fehlen einfach Zeit und Platz", sagte Gutsche.

Der Weg zu den SWS ist für die Modellbahner nicht ganz neu. Seit fünf Jahren schon dürfen sie in dem Gebäude zu den Geschäftszeiten einen Raum als Lager nutzen. Nun erhalten sie die Schlüssel. Küche, Toilette sowie fünf der sechs Räume stehen ihnen ab jetzt als neues Vereinsquartier rund um die Uhr zur Verfügung. Die SWS ziehen sich in einen Raum zurück. Ein einfacher Vertrag hält das fest, die Nebenkosten hat der Verein zu tragen. "Auf jeden Fall ist das erst einmal eine mittelfristige Lösung. Was nach vier oder fünf Jahren mit dem Gelände passiert, wissen wir noch nicht. Wenn hier etwas anderes geplant wird, werden wir helfen, wieder eine Lösung für die Modellbahner zu finden", versprach Gutsche.

Danach ließ er sich eine im Bau befindliche Vereinsanlage, Spurbreite HO mit Schmalspurbahn, erklären. Begonnen hatte mit der Moosbergbahn in österreichischer Landschaft bereits der 2009 gestorbene, langjährige Vereinsvorsitzende Rainer Schaefer. "Er war sehr detailverliebt, ein Perfektionist. Wir müssen nun versuchen, das Niveau zu halten", erklärte Sperling. Doch die Arbeiten lägen bei den Vereinsmitgliedern Klaus Knöchner und Karl Heinz Uth in guten Händen. "Im September wollen wir so weit sein, dass ich mich mit der Elektrik befassen kann. Wann die Anlage aber ausstellungsreif ist, lässt sich noch nicht sagen. Ich schätze mal, ein Jahr brauchen wir noch, klappt es eher, umso besser", sagte Nitschack mit Blick auf die rund vier Meter lange und gut anderthalb Meter breite Eisenbahnlandschaft.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 31.05.2013

Olaf Barth

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