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Stadtwerke starten Probelauf im neuen Blockheizkraftwerk

Stadtwerke starten Probelauf im neuen Blockheizkraftwerk

In der Schkeuditzer Innenstadt soll nicht mehr jedes Gebäude eine eigene Heizung benötigen müssen. Städtische Häuser aber auch zum Beispiel das künftige Altenpflegeheim der Volkssolidarität können bald von den Stadtwerken Schkeuditz mit Wärme versorgt werden.

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Das Herzstück des neuen Blockheizkraftwerkes ist dieser Motor. Technik-Leiter Peter Gühlke hatte die schalldämmende Verkleidung abgenommen und so Geschäftsführer Ingolf Gutsche und Bürgermeister Lothar Dornbusch (von rechts) einen Einblick in das Modul gewährt.

Quelle: Olaf Barth

Schkeuditz. Dazu hat jetzt ein neues Blockheizkraftwerk den Probebetrieb aufgenommen.

Es fällt gar nicht so sehr auf. An die neue Dreifeldhalle schmiegt sich im Bereich An der Bergbreite/Lessingstraße ein farblich mit der Halle abgestimmter Anbau, in dem zukunftsweisende Technik untergebracht ist. "Das ist für uns ein weiterer Schritt in Richtung ,Grüne Energie'. Schließlich geht es auch um die Senkung des CO2-Ausstoßes", sagte Bürgermeister Lothar Dornbusch. Gemeint ist das neue Blockheizkraftwerk (BHKW) der Stadtwerke Schkeuditz (SWS). Das hundertprozentige Tochterunternehmen der Stadt erzeugt mit einem mit Erdgas betriebenen Vier-Zylinder-Motor elektrische Energie, die in das öffentliche Netz eingespeist wird. Gleichzeitig wird über die sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) die dabei entstehende Wärme zur Beheizung nicht nur der gerade gebauten Dreifeldhalle, sondern künftig auch für das Rathaus, die nahe Leibniz-Grundschule und das geplante Altenpflegeheim der Volkssolidarität genutzt. Der Motor hat eine Leistung von 50 Kilowatt zur Erzeugung elektrischer Energie und bringt 81 Kilowatt thermische Abwärme. Damit liegt laut SWS-Geschäftsführer Ingolf Gutsche der Wirkungsgrad des BHKW bei 80 Prozent, Großkraftwerke würden um die 36 Prozent erreichen.

In einem zweiten Schritt könnten später das Kulturhaus Sonne, das Astronomische Zentrum oder private Nutzer angeschlossen werden, erklärte Dornbusch. Auch das Gymnasium wäre perspektivisch ein naheliegender Abnehmer. "Wir haben in dem Anbau bewusst Platz gelassen für ein zweites BHKW-Modul und dafür die nötigen Anschlüsse und Leitungen schon vorbereitet", erläuterte Gutsche. 275 000 Euro hätten die Stadtwerke für dieses Kraftwerk investiert. Wirtschaftlich werde das Ganze aber auch erst dadurch, weil der Gesetzgeber KWK-Projekte mit 5,41 Cent je erzeugter Kilowattstunde Strom fördert. Mit dem im BHKW erzeugten Strom könne der Jahresverbrauch von rund 100 Haushalten gedeckt werden. Wann genau es ans Netz geht, konnte er aber nicht sagen. Im Moment laufe der Probebetrieb, die Daten müssten dann noch ausgewertet werden. Außerdem seien künftige Wärme-Abnehmer wie die Turnhalle oder das Altenpflegeheim noch nicht fertiggestellt.

Mindestens 50 Prozent der an die Verbraucher abgegebenen Wärme müssen mit der Kraft-Wärme-Kopplung des Motors in Form von Abwärme gewonnen werden. Das ist eine Bedingung des Gesetzgebers. Für Spitzenlasten steht zudem ein Heizkessel mit 500 Kilowatt zur Verfügung, dazu ein Pufferspeicher mit 8000 Litern Wasser Fassungsvermögen, um Schwankungen bei der Abnahme ausgleichen zu können. Die Stadtwerke haben mittels moderner Software in ihrer Leitzentrale alle wichtigen Parameter im Blick und können sofort steuernd einwirken, falls das notwendig ist. Dafür steht immer ein Dispatcher bereit, sieben Tage in der Woche, 24 Stunden am Tag.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 11.04.2014
Olaf Barth

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