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Startschuss für das „Sonnendach“

Startschuss für das „Sonnendach“

Die ersten Teile für die erste Fotovoltaik-Anlage auf einem Schkeuditzer Verwaltungsgebäude sind montiert. Denn auf dem Bürgeramt, das derzeit zwischen Rathaus und Straßenbahndepot in die Höhe wächst, soll künftig Strom erzeugt werden.

Schkeuditz. Weil die in der dritten Etage auf der Betonaußenwand befestigten Stützkonsolen zugleich der Auftakt für die weitere Montage des Sonnenkraftwerkes sind, trafen sich gestern Oberbürgermeister Jörg Enke (FW), Architekt Rüdiger Sudau und Ingolf Gutsche, Geschäftsführer der Stadtwerke Schkeuditz (SWS), am Ort des Geschehens, um sich das Ganze mal aus der Nähe anzusehen und die weiteren Schritte abzusprechen.

„Die Stützkonsolen tragen die Unterkonstruktion der Fotovoltaik-Anlage. Sie sind wichtig, weil sie die Kräfte, zum Beispiel vom Wind oder die Last des Schnees aufnehmen und ableiten“, erklärte Sudau. Außerdem sorgen die Konsolen für einen angemessenen Abstand zwischen der Dachkonstruktion und den künftigen Solarmodulen. Dadurch könne dort die Luft zirkulieren und so ein übermäßiges Aufwärmen der Module verhindert werden. Denn je wärmer diese sind, desto geringer ist deren Leistung. „Die Unterlüftung ist wichtig. In unsere Konstruktion fließen alle bisher gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen der Fotovoltaik mit ein“, versicherte der Architekt. Zudem sei das Gebäude so konzipiert, dass die Module optimal nach Süden ausgerichtet sind. Und die bewusst gewählt Dachschräge von 30 Grad entspreche ebenfalls der genauen Ausrichtung auf die Sonne. Außerdem könne so Regen die Module abwaschen und Schnee leicht runter rutschen.

All das kommt auch Gutsche sehr entgegen, denn das erhöht den Wirkungsgrad der Anlage, die von den SWS gebaut und betrieben wird. „Wir werden 340 bis 370 Quadratmeter mit Modulen bestücken und rechnen bei durchschnittlich 970 Stunden Sonnenschein pro Jahr mit einer Jahresleistung von rund 44 000 Kilowattstunden“, erklärte Gutsche. Zum Vergleich: Für einen Zwei-Personen-Haushalt wird in der Regel ein Jahresverbrauch von 2100 Kilowattstunden angegeben. „Was von dem erzeugten Strom nicht im Bürgeramt selbst verbraucht wird, wird ins Netz eingespeist“, so Gutsche. Das bringe bei derzeitigem Stand 22 Cent pro Kilowattstunde ein. Wer den Zuschlag für die Installation der Module erhält, ist noch offen. „Derzeit läuft die Ausschreibungsfindung“, so Gutsche.

Die Stadt stellt auf ihrem Gebäude gegen eine Nutzungsgebühr die Fläche für die Stromerzeugung zur Verfügung. „Geregelt wird das alles in einem Vertrag, der den Stadträten in der nächsten Sitzung am 16. September zur Abstimmung vorliegen wird“, sagte Enke. 20 Jahre Laufzeit sollen vereinbart werden. Für die Fotovoltaik-Anlage müssen rund 140 000 Euro ausgegeben werden. Die Höhe der gesamten Kosten für den Neubau wird mit rund 2,4 Millionen Euro angegeben.

Olaf Barth

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