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Schkeuditz Statt ins Freibad in die Sterne gucken
Region Schkeuditz Statt ins Freibad in die Sterne gucken
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10:00 13.08.2011
Peter Schilling und Patricia Machmutoff nehmen im Schkeuditzer Planetarium die Besucher in Empfang. Quelle: Peggy Hamfler
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Schkeuditz

Auch ganz irdische Termine, wie jetzt zum Beispiel die Ferien, lassen die Besucherzahlen in diesen Einrichtungen steigen. Zumindest ist das in der Schkeuditzer Sternwarte so. In den gesamten Ferien gibt es im Planetarium zahlreiche Veranstaltungen. So auch diese Woche. Heute Abend wird dort wieder eine Sonderveranstaltung statt finden.

Im Empfangsbereich der Sternwarte in Schkeuditz sitzt ein Mädchen. Sie schaut kurz auf, lächelt und liest weiter in einer astronomischen Zeitung. Es ist Patricia Machmutoff. Die 14-Jährige absolviert hier ein Praktikum. Bald geht sie in die 10. Klasse. Warum sie in den Ferien nicht lieber in den Urlaub fährt? „Astronomie interessiert mich eben sehr“, begründet sie ihren Einsatz in Schkeuditz. In Leipzig sei das ja gar nicht möglich, weil es dort so eine Einrichtung nicht gebe.

Derweil ertönt aus dem Planetarium Musik. Peter Schilling (33), seit 1993 Leiter und angestellter Lehrer am astronomischen Zentrum in Schkeuditz, winkt die Besucher herein und schließt die Tür. In der Dunkelheit läuft das Neue-Deutsche-Welle-Lied „Major Tom“ von – Peter Schilling. Dessen Namensvetter lächelt verschmitzt. Dann erklärt er der fünfjährigen Laura und deren Großeltern aus Schkeuditz die an die Kuppel projizierten Sternbilder und bittet Laura: „Stell dir vor, du bist von Außerirdischen entführt worden. Was sagst du denen, wo du herkommst?“ Eine leuchtende Weltkarte erscheint. Laura zeigt mit dem Laserpointer auf einen Punkt. Mit einem Lachen erzählt Schilling aus seiner Erfahrung: „Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie viele Leipziger aus Afrika kommen.“

Nach dem einstündigen Programm tritt Schilling in das blendende Tageslicht. Hielt das diesjährige schlechte Sommerwetter die Besucher nicht eher ab, ins Planetarium zu gehen? Schilling: „Nein, überhaupt nicht. Das war eher gut für uns. Manchmal mussten wir sogar zwei Veranstaltungen am Tag machen. Wenn die Kinder nicht ins Schwimmbad können, kommen sie eben zu uns ins Planetarium.“ Schilling ist studierter Mathematiker und Physiker. Er ist bereits seit seiner Kindheit ein begeisterter Himmelsbeobachter: „Das war mein Steckenpferd seit der 7. Klasse und ich habe dann einfach mein Hobby zum Beruf gemacht.“

Mit einiger Euphorie in der Stimme gibt er noch einen Tipp: „Wir haben gerade Sternschnuppenzeit.“ Die stärksten Sternschnuppenströme gebe es jährlich vom 11. bis 14. August. „Sie sind mit bloßem Auge meist von null bis vier Uhr nachts sichtbar“, weiß Schilling. Sternengucker könnten mit etwas Wetter-Glück heute und morgen noch einmal einige der Sternschnuppen sehen und sich heimlich etwas wünschen. Gestern Abend hielt Schilling im Leipziger Panorama Tower am Augustusplatz einen Vortrag über Sternschnuppen.

In Schkeuditz heißt es heute aber wieder ab 20 Uhr in der Sternwarte: „Wir fliegen durch das Sommerdreieck“. Geeignet ist die Veranstaltung für Erwachsene ebenso wie für Kinder ab 6 Jahren. Wer einen Ferienpass hat, kommt vergünstigt hinein, Führungen finden täglich statt.

@www.sternwarte-schkeuditz.de

Peggy Hamfler

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