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Schkeuditz Stiftung für krebskranke Kinder erhält 20 000 Euro
Region Schkeuditz Stiftung für krebskranke Kinder erhält 20 000 Euro
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10:00 23.09.2011
Saskia Brödel, Anne Flack, Katharina Orth, Peter Escher und Julien Stöcker (von links) präsentieren am Schkeuditzer Gymnasium stolz und glücklich diesen 20 000-Euro-Scheck. Quelle: Olaf Barth
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Schkeuditz/Markranstädt

Hinzu kommen weitere 8000 Euro aus Waldheim und Nossen.

Beteiligt hatten sich auch Grundschulen aus der Region und Kindergärten. Über das Ergebnis war Peter Escher glücklich, der in beiden Städten den Schülern herzlich dankte. Der 57-Jährige nutzt seit 2002 nicht zuletzt seine große Popularität als TV-Moderator, um für seine Stiftung zugunsten krebskranker Kinder Geld zu sammeln. Durch seine MDR-Sendung habe er viel mit Betroffenen und deren Angehörigen zu tun gehabt. Er erfuhr, dass besonders für die Forschung über Krebs bei Kindern das Geld fehlt: „So wuchs das Bedürfnis, helfen zu wollen.“

Das will auch Anne Flack, die einstige Sport- und Bio-Lehrerin von Eschers Sohn. Sie hatte sich 2005 mit Schülern den Lauf zugunsten der Stiftung einfallen lassen. „Ich hatte gerade meinen Mann durch Krebs verloren. Ich wollte etwas gegen die Krankheit tun“, begründete die 56-Jährige. Inzwischen ist sie mit Escher befreundet, beide wollen noch viele Läufe veranstalten.

Egal, ob in der voll besetzten Markranstädter Aula oder im Schkeuditzer Speisesaal – als die Redner auf das Schicksal Betroffener zu sprechen kamen, wurde es mucksmäuschenstill, und selbst dem wortgewandten Peter Escher versagte in den emotionalen Momenten die Stimme. In Markranstädt spielte zu Beginn die Bläsergruppe Beethovens Ode an die Freude, in Schkeuditz sang Saskia Brödel Christina Aguileras Beautiful, beides beeindruckende Beiträge.

„Der Lauf startete dieses Jahr erstmals auch in Schkeuditz. Wir haben mit großer Begeisterung teilgenommen“, sagte Schülersprecherin Katharina Orth. Wie wichtig die von den Schülern leidenschaftlich unterstützte Aktion ist, machte Julien Stöcker deutlich. Der Markranstädter Gymnasiast war selbst an Krebs erkrankt und hatte 2007 im Krankenhaus von der Aktion gehört: „Der Escher-Lauf hat mir sehr viel Mut gemacht. Ein Jahr später war ich selbst dabei, damals noch im Rollstuhl.“ Zuvor war er ins Gewerbegebiet gerollt, um dort Sponsoren für den Lauf zu gewinnen. Dabei habe er auch an die im Krankenhaus gewonnen Freunde, die gestorben waren, gedacht. Julien lief dieses Jahr wieder mit.

Dem ehemaligen Schkeuditzer Schüler Kevin Pilz ist das nicht mehr vergönnt. Der Elfjährige hatte 2006 in Markranstädt mit die meisten Runden geschafft. Kurz danach war bei ihm Leukämie im Endstadium diagnostiziert worden. „Ich werde nie seinen Satz vergessen: ,Dann bin ich ja praktisch für mich gelaufen‘“, erinnerte sich Escher. Doch Kevin, der ehemalige Klassenkamerad von Katharina Orth, hatte keine Chance. Damit Ärzte in Zukunft Kindern besser helfen können, die Forschung bald Fortschritte macht, wollen die Schüler in Schkeuditz und Markranstädt auch nächstes Jahr wieder viele Runden laufen und so Geld für die Stiftung sammeln.Olaf Barth

@peter-escher-stiftung.de

Olaf Barth

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