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Stillgelegte Bahnstrecke soll Radweg werden

Stillgelegte Bahnstrecke soll Radweg werden

Die ehemalige Bahnstrecke zwischen Böhlitz-Ehrenberg und Merseburg soll zu einem Großteil zu einem Radfahrweg ausgebaut werden. Das bestätigte jetzt der Käufer jenes Großteils, die Sächsische Institut für Regionalentwicklung und Wirtschaft (Sire) AG.

Die rote Linie zeigt die Strecke, die jüngst eine Instituts-AG gekauft hat und zum Radweg umbauen will.

Quelle: Microsoft CorporationNokiaRoland Heinrich

Schkeuditz. Von der Deutschen Bahn war das Gelände im Internet Mitte letzten Jahres zum Verkauf angeboten worden.

Das Rätselraten um die ehemalige "Auenschreck"-Strecke ist vorbei. Die Demontage der Gleise in der Nähe des ehemaligen Dölziger Bahnhofs nämlich hatte Einwohner stutzig gemacht und für fragendes Stirnrunzeln gesorgt. Eine Anfrage bei der Deutschen Bahn ergab, dass der Streckenabschnitt zwischen Friedensdorf in Sachsen-Anhalt und Böhlitz-Ehrenberg Ende 2012 verkauft worden ist (die LVZ berichtete). "Die Strecke war vom 10. Mai bis 30. Mai 2012 im Internet unter www.bahnliegenschaften.de zum Verkauf ausgeschrieben. Es haben sich mehrere Interessenten gemeldet", informierte die DB. Jetzt konnte die LVZ in Erfahrung bringen, dass die Sire-AG hier gekauft und einen Radweg in Planung hat.

"Ja, wir haben das Grundstück erworben und planen einen Radweg. Genaueres kann jetzt allerdings noch nicht gesagt werden", bestätigte der Sire-Projektleiter, der namentlich nicht genannt werden möchte. Nicht zum ersten Mal werde ein solches Projekt durch die Sire-AG angegangen. "Für die Umsetzung aber können schon vier bis fünf Jahre ins Land gehen", erwähnte der Sire-Mitarbeiter. Abstimmungen mit den Ländern - denn besagte Strecke verläuft in Sachsen-Anhalt und Sachsen -, den angrenzenden Städten und Gemeinden sowie mit den Trägern öffentlicher Belange müssten noch erfolgen: "Wir haben das Grundstück erst seit zwei Monaten. Jetzt müssen wir erst einmal planen", bat der Projektleiter noch um Zeit für dann genauere Angaben.

Die Sire-AG wurde durch Mitarbeiter der Hochschule Zittau/Görlitz und hochschulnaher Vereine gegründet und hat ihren Sitz in Dresden. 2003 hat die 1999 gegründete Sire-AG die Firma International Consultants (IntCons) übernommen und führt seitdem den vollständigen Namen Sire IntCons AG, ist auf der Internetseite der AG nachzulesen. Im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Aktivitäten zum Thema Regionalentwicklung beschäftigt sich die Sire-AG seit Beginn unter anderem mit der wirtschaftlichen Bedeutung von Infrastrukturinvestitionen. "Wir entwickeln mit regionalen Partnern ein Projekt mit dem Tourismuskonzept 'Mit dem Fahrrad von Leipzig zum Wallendorfer und Raßnitzer See'", wird das Projekt zur ehemaligen Bahnstrecke konkret benannt.

"Das wäre Klasse!", ist der Ortsvorsteher vom sachsen-anhaltischen Wallendorf, Hans-Joachim Pomian von der Radweg-Idee begeistert. "Dafür mache ich mich seit zehn Jahren stark. Die alte Bahnstrecke wäre für Radfahrer ideal: eine herrliche Strecke nach Leipzig, von der man an jeder Stelle abzweigen kann. Leider waren die östlichen Gemeinden damals nicht dafür", berichtete er. Auch der Dölziger Orts-Chef Lothar Böttcher findet die Idee gut. Er wundert sich nur, wie sein Wallendorfer Amtskollege, welche Ambitionen die Sire AG zur Umsetzung dieses Projektes bewegen. Konkret dazu befragt sagt der Projektleiter: "Das sind Betriebsinterna."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.03.2013

Roland Heinrich

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