Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Schkeuditz Stolperquellen sollen nun behoben werden
Region Schkeuditz Stolperquellen sollen nun behoben werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:42 06.05.2010
Anzeige

. Gut ein Dutzend Stürze endeten mit aufgeschlagenen Knien. Jetzt sollen nicht zuletzt auf Druck der Eltern die Stolperquellen endlich beseitigt werden.

Seit 2006 bereits wurden bei Prüfterminen die Verwerfungen der Gehwegplatten im Krippenbereich bemängelt. „Bereits im Frühjahr 2009 sollten die Platten begradigt sein. Doch nichts geschah und es gab weitere Unfälle", schildert Michael Hölig, der Vorsitzende des Elternrates, und verweist auf die schriftlich vorliegende Chronologie der Ereignisse. Demnach hätten auch Aufforderungen an den Träger DRK, Benachrichtigungen an die Unfallkasse Meißen und das Jugendamt Delitzsch sowie Vor-Ort-Termine mit Vertretern der Schkeuditzer Stadtverwaltung nicht zur Behebung der Mängel geführt.

DRK-Vorstand Jens Bruske sieht hier zuerst die Stadt als Eigentümer in der Pflicht. „Wir wollten im Zusammenhang mit einem Rollerweg auch selbst tätig werden, haben bisher aber vergeblich auf einen entsprechenden Fördermittelbescheid gewartet. Doch wenn die Platten begradigt sind, kümmern wir uns um die zu hohe Stufe im Eingangsbereich", so Bruske.

Nachdem ein von Bauamtschef Wolfgang Walter bereits zugesagter Sanierungstermin für April geplatzt ist, sollen nun am 17. Mai die Arbeiten tatsächlich beginnen und bis zum Kindertag am 1. Juni abgeschlossen sein. Dies bestätigte gestern Oberbürgermeister Jörg Enke (Freie Wähler) nach einem weiteren Vor-Ort-Termin. Hölig bleibt skeptisch: „Wir freuen uns über die Zusage und sind gespannt, ob wir darauf zählen können. Aber noch stehen die Bagger hier nicht." Er habe mit den Eltern bewusst noch vor der Oberbürgermeisterwahl den Weg an die Öffentlichkeit gewählt, „um Bewegung in die Sache zu bringen". Denn Enke und Walter sind Konkurrenten um das Amt. Und beide lassen keinen Zweifel daran, dass hier für die Sicherheit der Kinder etwas getan werden muss. „Die aus DDR-Zeit stammenden großen Platten müssen angehoben werden, um den Untergrund ausgleichen zu können. Die kaputten werden durch Bitumen ersetzt", schilderte gestern Walter das Vorgehen.

Die Kindereinrichtung in der Virchowstraße gehört zu den größten weit und breit. 213 Mädchen und Jungen, aufgeteilt in jeweils sieben Kindergarten- und Krippengruppen sind hier untergebracht. 26 Erzieherinnen, ein Hausmeister und vier Küchenmitarbeiterinnen kümmern sich um das Wohl der Kinder. „Das ist ein schönes Haus, wir sind zufrieden. Es ist 2006 saniert worden und von der Ausstattung her gibt es nichts zu klagen. Die Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Träger ist gut. Nur die Sache mit den Platten ging eben nicht voran", erzählte Kita-Leiterin Angelika Geipel. Deshalb sei sie froh, dass sich die Eltern auch selbst so engagierten. „Sie wollten sich nicht mehr hinhalten lassen. Generell ist es mit ihnen ein gutes Zusammenarbeiten. Sie beteiligen sich rege mit Ideen, Vorschlägen und unterstützen uns."

Olaf Barth

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Sonntag wird in Schkeuditz der Oberbürgermeister gewählt. Bis auf die Freien Wähler (FW), die den bisherigen Amtsinhaber Jörg Enke ins Rennen schicken, haben alle anderen im Stadtrat vertretenen Parteien oder Vereinigungen keinen Kandidaten aus ihren eigenen Reihen aufgestellt.

04.05.2010

Für gewöhnlich ist die 320-Seelen-Gemeinde Wolteritz am Schladitzer See ein ruhiges Idyll. Nicht jedoch am Sonnabend. Da nämlich lud der Ponyhof in der Dorfstraße zum nunmehr vierten Kinderfest ein.

02.05.2010

Die Welt einmal ganz klein erleben, genauer gesagt 87 mal so klein – dazu hatte die Interessengemeinschaft (IG) Modellbahn Schkeuditz in die Hallen des ehemaligen Straßenbahndepots geladen.

02.05.2010
Anzeige